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Viele Fragen Offen 

Wohnungsbaugesellschaft ruft Skepsis hervor

Die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft landete jetzt auch in Oberschweinbach auf der Tagesordnung. Jüngst war das Thema Bestandteil der Bürgermeister-Ausschusssitzung der acht Gemeinden im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Mammendorf gewesen. Nun brachte Bürgermeister Norbert Riepl (DG/CSU) sein Gremium auf den derzeitigen Stand.

Oberschweinbach – 

„Die größeren Gemeinden und die Städte haben Interesse daran, in den West-Gemeinden sind ja kaum Wohnungen vorhanden“, so Riepl. Ausnahmen seien hier Althegnenberg und Mammendorf. Die Arbeitsgruppe hatte sich Mitte Mai im Landratsamt getroffen, um das weitere Vorgehen zu diskutieren. Mit der Wohnungsbaugesellschaft – hierbei könnte eine Wohnbau GmbH oder alternativ auch ein Kommunalunternehmen gegründet werden – soll Wohnraum im Landkreis geschaffen werden. Die Gesellschaft würde dann die zentrale Organisation und Verwaltung für die Liegenschaften ihrer Mitglieder übernehmen. Jede Kommune, die Mitglied wird, muss eine Einlage von 10 000 Euro bezahlen und erhält dafür eine Stimme.

Derzeit sind aber noch viele Fragen offen, weshalb der VDW Bayern (Verband bayerischer Wohnungsunternehmen) an die Kommunen Fragebögen verschickt hat. Hierdurch sollen Informationen gesammelt werden über Anzahl und Größe der in Frage kommenden Objekte.

„Ich habe das ausgefüllt, aber es gibt trotzdem noch mehr Fragen als Antworten“, sagte Riepl. Sehr vieles sei nicht beantwortet. „Ich kann mir noch keine abschließende Meinung darüber bilden“, musste er bekennen. Für Oberschweinbach sei dies aber eher nicht interessant, denn in der Gemeinde gibt es derzeit genau eine Mietwohnung. „Da brauchen wir keine Gesellschaft, die dafür die Abrechnung macht“, meinte der Rathauschef. Im Frühherbst soll das nächste Treffen der Arbeitsgruppe im Landratsamt stattfinden.

Im Oberschweinbacher Gremium überwog die Skepsis. „Wir müssen da nicht Vorreiter sein. Jede Kapitalgesellschaft muss gewinnbringend arbeiten, auch wenn sie es anders verkauft“, sagte Franz Neheider (DmZ). Das fand auch Vize-Bürgermeister Lutz Rosenbaum (BV Günzlhofen): „Für große Gemeinden und Städte mit Riesen-Budget hört sich das wahrscheinlich super an.“ Da sei eben auch der Wohnungsdruck größer, ergänzte Riepl. Auch Johannes Heitler (DG/CSU) meinte: „Wir sollten uns da eher zurückhalten.“

Probleme der Ost-Gemeinden sollten nicht in den Westen verlagert werden, fand er. Heitler erinnerte an die heißen Diskussionen zum Thema Windkraft-Anlagen. „Wir haben unsere Ortsgestaltung immer noch selber in der Hand.“ Entschieden wurde nichts, die Arbeitsgruppe plant, die Gremienbeschlüsse im Oktober einzuholen. (gog)

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