SC Oberweikertshofen

Kampfabstimmung um Kosten der  Mehrzweckhalle

Egenhofen - Kampfabstimmung im Gemeinderat Egenhofen: Die Kosten der Mehrzweckhalle in Oberweikertshofen haben das Gremium entzweit.

Um es vorweg zu nehmen: Die Abstimmung ging äußert knapp für den SC Oberweikertshofen aus – mit acht zu sieben Stimmen. Der Streit hatte sich an der Betriebskostenabrechnung des Gebäudes entzündet. Die Vereinsverantwortlichen hatten mit einer Fachfirma die Wasser- und Heizkosten auseinandergerechnet. Die drei Bürgermeister der Gemeinde – Josef Nefele (BGE) und seine Stellvertreter Thomas Mösl (BVA) und Anton Schräfl (WGE) – hatten anschließend die Rechnungen mit den Vereinsreferenten Peter Kiser (CSU) und Andreas Rieder (BGE) geprüft.

Das Ergebnis: Die vorgelegten Kosten für Hausmeister und Reinigung übernahmen die Gemeindevertreter nicht in voller Höhe von 6600 Euro, sondern empfahlen, dafür pauschal 3000 Euro zu überweisen. Insgesamt zahlt die Gemeinde rund 17 000 Euro an Zuschüssen. Dagegen regte sich kein Widerspruch. Jedoch stieß einigen Ortsvertretern ein Satz in der Beschlussvorlage sauer auf. Darin hieß es: „Die Verwaltung schlägt vor, dem SC Oberweikertshofen die nachgewiesenen Betriebskosten für die kommenden Jahre bis auf weiteres zu erstatten.“

Die CSU-Chefin Gabriele Dietrich sah darin einen „Freibrief“. Sie empfahl, den Satz zu streichen und stattdessen eine jährliche Prüfung festzuschreiben. Eine Idee, die Peter Kiser unterstützte. Beider CSU-Kollege Hans Langwieder erinnerte an die vor Jahren gegründete Vereins- AG des Gemeinderats, die allerdings nie getagt hatte: Sie solle sich mit derlei Fällen beschäftigen. Anton Schräfl (BGE) hielt dagegen: „Die Kosten muss im Prinzip der Eigentümer tragen. Und das ist nicht der Verein, sondern die Gemeinde.“

Rathauschef Nefele schlug schließlich vor, den Beschlussvorschlag um einen Satz zu ergänzen, in dem die jährliche Prüfung festgehalten wird. Die generelle Kostenweisenübernahme solle aber nicht gestrichen werden.

Das war den CSU-Vertretern zu wenig, ihnen schlossen sich Martin Obermeier (BGE) und die beiden Aufkirchner Bettina Zacherl und Christoph Bienert an. So kam es zur knappen 8:7-Mehrheit für Nefeles Vorschlag – Andreas Schwarz (BGE) fehlte entschuldigt, SCO-Chef Manfred Weindl (BGE) durfte nicht mitstimmen. Unstrittig war der Zuschuss für die neue Gerätehütte des SCO: Von über 21 000 Euro zahlt die Gemeinde rund 8400 Euro, etwa 40 Prozent.

FSV baut für 186 000 Euro um

Die Unterstützung der Gemeinde für ein Vorhaben des FSV Aufkirchen war unstrittig. Der Verein will seinen Umkleideund Duschtrakt erweitern. Der Umbau wird sich wohl auf 186 000 Euro addieren. Dazu wird der FSV beim BLSV einen Kleinantrag über Fördermittel von rund 30 000 Euro einreichen. Der Gemeinderat beschloss, eine Übernahme von 40 Prozent der Kosten in Aussicht zu stellen.

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