Rund 500 Besucher verfolgten das Spektakel am Olchinger See. Der Neptun tauchte aus den Fluten auf und verteilte Geschenketütchen – sehr zur Freude der Kinder.

Spektakel am Olchinger See

Ohne Neopren beim Fackelschwimmen

Olching - Knapp 40 Rettungsschwimmer der Wasserwacht haben den Olchinger See am Samstag in ein Lichtermeer verwandelt. Gegen die Kälte hatten sie Neoprenanzüge an. Doch zwei wagten sich nur in Badenhosen in die Fluten. Und das hatte einen Grund.

„Sieben Grad sind vergleichsweise kuschelig“, sagte Florian Heininger, Chef der Olchinger Wasserwacht. Denn die Rettungsschwimmer mussten sich schon bei ganz Temperaturen beim Fackelschwimmen in die Fluten stürzen. Unter anderem mussten sie vor zwei Jahren Eisschollen beiseite schieben. Doch auch bei milden Temperaturen ist das Spektakel immer wieder eine Herausforderung. Für zwei Schwimmer vor sie heuer besonders groß: Benny Ledabyll und Stefan Ohm von der Wasserwacht Aindling stürzten sich nur in Badehosen bekleidet in die Fluten des Olchinger Sees.

„Wir trainieren für das Donauschwimmen im Januar“, erklärte Ledabyll. Das Fackelschwimmen in Olching sei da eine gute Trainingseinheit. „Auch wenn’s dann noch ein bisschen kälter sein wird“, sagt Ohm und lacht. Ab sechs Grad abwärts sei es aber relativ egal. Das Temperaturempfinden bleibe gleich. „Zehn Minuten hier im See, das geht also schon.“ Über Facebook sind die beiden Schwaben auf die Veranstaltung in der Amperstadt aufmerksam geworden.

Heininger motivierte mit dem Gastauftritt auch seine eigene Truppe. „Nur die zwei dürfen nachher sagen, dass sie frieren“, sagte er. Die beiden Aindlinger hielten gut durch. Nach dem Schwimmen wärmten sie sich mit Glühwein wieder auf. „Wir sind für die Donau gerüstet.“ Es sei aber schon etwas Besonderes, vor 500 Menschen aus dem Wasser zu steigen.

Doch nicht nur die beiden Gästen machten das diesjährige Fackelschwimmen anders als sonst. Mit 40 machten so viele Rettungsschwimmer aus dem Landkreis wie noch nie mit. Und die waren natürlich gut gerüstet – wie immer.

„Eine große taktische Besprechung gibt’s nicht“, erklärte Heininger. Welche Figur geschwommen wird, das zeichne er nur auf den Flipchart auf. „Das muss reichen. Wir sind ein gut eingespieltes Team. So wird nur festgelegt, wer in den beiden Gruppen Anführer und Schlussschwimmer ist. Auch die Orientierung im dunklen Wasser sei kein Problem. Man könne sich nach dem beleuchteten Christbaum richten, mit dem der Meeresgott später auftaucht.

Schwieriger sei es, dafür zu sorgen, dass die Fackeln nicht ausgehen. Weil sie nicht aus wasserbeständigen Material sind, müssen sie mit einer Hand über Wasser gehalten werden. Für die Wasserwachtler eine sportliche Herausforderung. „Einhändig schwimmen geht bärig in die Muskeln“, so Heininger.

Auch heuer meisterten die Rettungschwimmer den Auftritt wieder souverän, keine Fackel ging aus. Wieder an Land, verteilte Meeresgott Neptun kleine Geschenktüten an die Kinder. (hk)

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