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Beschluss des Stadtrates

60 neue Wohnungen und ein Kindergarten

Olchings Ziel, bezahlbaren Wohnraum für die Bürger zu schaffen, nimmt Formen an. Das Modell für die Münchner Straße ist jetzt beschlossen – auch der Weg für Wohngut ist frei.

Olching – Bürgermeister Andreas Magg (SPD) stapelt in dieser Sache nicht tief. Er spricht von einem Mega-Vorhaben für Olching. „Das umfangreichste kommunale Wohnbauprojekt der letzten Jahrzehnte nimmt weiter Fahrt auf“, schreibt er in einer Pressemitteilung. Gemeint sind die Pläne für die Münchner Straße. Das Grundstück, das am sogenannten Großen Berg liegt, und etwas über 7000 Quadratmeter umfasst. Offenbar hat sich der Stadtrat in einer nichtöffentlichen Sitzung auf ein Modell geeinigt, das laut Magg „richtungsweisend“ ist.

Jetzt wird es auch konkreter als bisher: Die Stadt baut eine Kindertagesstätte, in der bis zu acht Gruppen unterkommen sollen. Außerdem entstehen 30 kommunale und geförderte, barrierefreie Wohnungen. Die ersten Mieter sollen im Herbst 2020 einziehen können.

Die Vorbereitungen für den Bau laufen schon. Aktuell wird das Grundstück freigemacht. Wenn die Altlasten beseitigt sind, soll sehr zeitnah mit den Arbeiten begonnen werden. Ein Planungsbüro gibt es schon, es wurde im Rahmen eines europäischen Architektenauswahlverfahrens gefunden. Dies geschah laut Stadt in enger Abstimmung mit der Regierung von Oberbayern, die das städtische Projekt fördert.

Insgesamt über60 Wohnungen

Der Weg ist nun zudem frei für die Olchinger Genossenschaft Wohngut. Der Stadtrat hat einstimmig den Erbbaurechtsvertrag durchgewunken. Die Wohngut plant ein generationsübergreifendes Zuhause für die Mieter. Es sollen weitere 30 bezahlbare Wohnungen gebaut werden. Ursprünglich hatte die Wohngut einmal 54 Wohnungen und eine Kindertagesstätte geplant. Die eine Hälfte der Wohnungen sollte einkommensorientiert gefördert werden, die andere frei finanziert. Das Grundstück sollte die Stadt der Genossenschaft in Erbpacht auf 99 Jahre zu einem günstigen Zins überlassen. Dann meldete die Stadt selbst Interesse an.

Mit dem aktuellen Modell summiert sich die Anzahl der Wohnungen auf dem städtischen Grundstück auf 60 Stück. Damit würden die Bemühungen der Stadt fortgeführt, bezahlbaren und integrativen Wohnungsbau zu realisieren, heißt es.

Parallel laufen bereits die Planungen für die Bebauung des Nöscherplatzes. Hier werden ein Café und weitere sieben städtische Wohneinheiten errichtet. Auch hier ist der Spatenstich noch in 2018 vorgesehen.

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