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Der Sitzungssaal

Olching

76 Jahre alte Wohnbaracke wird wohl noch länger stehen bleiben

  • vonHans Kürzl
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Eine aus dem Jahr 1944 stammende Wohnbaracke im Stadtteil Geiselbullach hat den Bauausschuss beschäftigt. Der Antrag, einen Ersatzbau zu schaffen, wurde einstimmig abgelehnt.

Olching –  Im Prinzip ist das 63 Quadratmeter große Gebäude seit 76 Jahren geduldet. Dies liegt zum Teil an der Entstehungsgeschichte, die aus der Aktenlage der Stadt hervorgeht. Denn bereits der erste Antrag, der etwa Mitte 1944 gestellt wurde, wurde nur für zwei Jahre auf Widerruf genehmigt.

Gleichzeitig war am 18. Juli 1944 die Ausnahme vom Bauverbot beantragt worden. Dies wurde jedoch knapp drei Monate später abgelehnt. Der Antrag habe nicht den im Behelfstypenplan festgelegten Ausmaßen entsprochen, hieß es damals. Weil die Baracke innerhalb dieses Vierteljahres bereits errichtet worden war, beließen es die damaligen Behörden bei der Duldung. Gegen die Belassung auf Kriegsdauer gebe es keine Bedenken, lautete die Begründung. Für die aktuelle Stadtverwaltung steht über siebeneinhalb Jahrzehnte später fest: „Es liegt keine gültige Baugenehmigung vor.“ So stand es in der Sitzungsvorlage.

Die Ablehnung des Antrages erfolgte auch deswegen, weil der Flächennutzungsplan an dieser Stelle eine Grünfläche mit besonderer Ortsbedeutung ausweist. Dadurch seien Belange des Naturschutzes und die Eigenart der Landschaft beeinträchtigt. Außerdem befürchtet man in der Stadtverwaltung, dass in der Umgebung des Gebäudes die eine oder andere Neuansiedlung und somit eine zersplitterte Wohnbebauung entsteht.

Auf Nachfrage erklärte Olchings Bauamtsleiter Markus Brunnhuber, dass für den Bau aus dem Jahr 1944 kein Bestandsschutz besteht. „Er wird aber auch nicht als Wohnraum genutzt“, teilte Brunnhuber weiter mit. Einem Abriss stehen aber möglicherweise dessen finanzielle Kosten gegenüber. Jedenfalls deutete Brunnhuber an: „Wir werden bei diesem Gebäude wohl nichts unternehmen.“ 

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