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Außergewöhnlicher Abgang: Die Abiturienten in Olching haben sich dem Anlass entsprechend gekleidet – und das jeder auf seine ganz eigene Art.

Gymnasium

Abifeier in Olching: Abschied von ganz besonderem Jahrgang

  • VonHans Kürzl
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Für den scheidenden Schulleiter gehörten die Abiturienten in Olching heuer zu einem ganz besonderen Jahrgang. Und das ist der Grund.

Olching – Eine Premiere und einen Abschied hatte die Abiturfeier am Gymnasium in Olching zu bieten. Auf dem Podium in der Aula erklang erstmals der neue Flügel, hinter dem Rednerpult verabschiedete sich der stellvertretende Schulleiter Thomas Schranner, künftig Chef des neuen Freihamer Gymnasiums. Doch nicht nur deswegen gehörten die Abiturienten 2019 für ihn zu einem „ganz besonderen Jahrgang“. Während früher erst mal chillen angesagt gewesen sei, „konnten heuer die meisten ihre beruflichen Pläne sehr genau skizzieren“.

Für Schulleiter Rene Horak ist damit ein erster Schritt gemacht. „Wer anfängt, etwas zu versuchen, hat bereits viel gewonnen.“ Diskussionen um alle möglichen Eventualitäten würden zu viele Dinge im Ansatz zerstören. Horak rief die Abiturienten gleichzeitig auf, Mut zur Unvollkommenheit zu haben. Dies komme auch einem respektvollem Umgang mit Schwächeren zugute, so Horak, der sich ebenfalls stolz auf „diesen besonderen Jahrgang“ zeigte. Der Schulleiter machte das unter anderem an dem Notenschnitt von 2,8 im Mathematikabitur fest, das bundesweit häufig wegen seiner schweren Aufgabenstellung kritisiert worden war.

Vize-Landrätin Drechsler: Das Abitur ist nur ein Schritt, der Gipfel nur eine Stufe

„Dort draußen, das ist die Welt, die nun vor dem Schultor auf Sie wartet“, wies die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler darauf hin, dass nun ein neuer Lebensabschnitt beginnt. In diesem Zusammenhang mahnte aber Melanie Kühle vom Elternbeirat, dass das Abitur nur ein Schritt sei. „Was Du für den Gipfel hältst, ist nur eine Stufe“, zitierte sie den römischen Philosophen Seneca. Dennoch dürfe man die Schule mit dem Bewusstsein verlassen, etwas Großes geschafft zu haben.

Bürgermeister Andreas Magg erinnerte an das Beibehalten von Traditionen am Gymnasium. Dazu gehört, dass jeder Abiturient ein persönliches Lied wählt. Bei Magg war das Trude Herr „Niemals geht man so ganz“. Ein Stück von der Schule bleibe immer an einem haften.

Was das sein kann, erklärte der nach Freiham gehende Schranner, der unter anderem Geografie unterrichtet. „Vergesst mir den Klimaschutz nicht.“ Jeder solle sich ein Stück „Fridays for Future“ bewahren. 

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