Alter Friedhof: Neue Grabrechte, aber nicht für alle

Der Neuerwerb von Grabrechten auf dem Alten Friedhof soll künftig nur in den Abschnitten eins bis vier und bei ungeraden Grabnummern möglich sein. Diese Empfehlung sprach der Hauptausschuss aus. Laut Bauamtsleiter Markus Brunnhuber hatten Fachleute für Gartenbau eine großzügigere Ausgestaltung gefordert, um die Pflege der Anlage zu erleichtern. Langfristig soll auch eine Umwandlung in einen Parkfriedhof erfolgen.

Olching – 

Abgelehnt wurde ein Antrag der Bürgerversammlung des vergangenen Jahres, eine generelle Öffnung zuzulassen. Ebenfalls keine Mehrheit fand der Vorschlag von Ingrid Jaschke (Grüne), eine allgemeine Öffnung nur für den Zentralbereich zu erlauben.

An der Notwendigkeit den Alten Friedhof umzugestalten bestand unter den Fraktionen kein Zweifel. Außerdem herrschte weitgehend Übereinstimmung, das Areal auch weiterhin als Friedhof festzuschreiben. „Wir müssen die Bürger beruhigen und ihnen sagen, dass der Friedhof bleibt“, sagte Vize-Bürgermeister Robert Meier (CSU). Dem stimmte Tomas Bauer (CSU) zu. Es sei daher ein gutes Zeichen, dass in absehbarer Zeit mit der Erneuerung des Areals begonnen werden könne.

Ebenso räumten mehrere Ausschussmitglieder Versäumnisse ein. „Es rächt sich, wenn man Dinge über Jahre hinweg vernachlässigt“, sagte etwa Ingrid Jaschke (Grüne). Dem stimmte Ewald Zachmann (FW) zu. Man habe es lange schludern lassen. „Nun müssen wir versuchen, Ordnung in die Sache zu bringen.“ Zachmann warnte jedoch davor, bei der Belegung der Gräber eine Art Einheimischenmodell entstehen zu lassen. Ebenso müsse genau geklärt werden, wer als Angehöriger und Alteingesessener gelten könne. Der Park-Friedhof sei eine gute, moderne und würdige Alternative, so Zachmann weiter.

Marina Freudenstein (SPD) entgegnete, die Menschen möchten ihre verstorbenen Angehörigen lieber an einem Ort haben. „Dem sollten wir Rechnung tragen.“ Daher sollte es möglich sein, für Familien, die ein Grab besitzen, eine zweite Stelle prinzipiell zugänglich zu machen. Einer generellen Öffnung erteilte Freudenstein eine Absage. „Dann sind die Stellen zu schnell wieder besetzt.

Für erste Maßnahmen, zu denen die Vorplatzgestaltung zwischen dem Zugang Pfarrstraße und Gerhart-Hauptmann-Straße gehört, sind 100 000 Euro im Haushalte eingestellt. Im nächsten Jahr sind laut Bauverwaltung die Umgestaltung der Mauer an der Pfarrstraße sowie des Eingangs an der Jahnstraße vorgesehen. Für 2019 soll die Neukonzeption des Wirtschaftshofes umgesetzt werden. Im Stadtrat am 9. März kommt die Angelegenheit zur Entscheidung. Hans Kürzl

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