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Buckelpiste statt Rutsche: Tapfer rutscht Hannah das Spielgerät hinunter. Spaß macht es ihr aber nicht – wie man unschwer an ihrem Gesicht erkennen kann.

Schmerzen statt Vergnügen

Aua! Auf dieser Buckel-Rutsche haben Kinder keinen Spaß

Rutschen ziehen Kinder eigentlich magisch an. Doch auf dem Spielplatz im Olchinger Schwaigfeld ist das anders. Dort benutzt kaum jemand das Spielgerät. Denn das Rutschen tut weh.

Olching – Es ist später Nachmittag. Vereinzelt schieben sich Wolken vor die Sonne, die Temperaturen lassen etwas nach, es ist nicht mehr brütend heiß und eigentlich bestes Spielplatzwetter. Eltern pritscheln mit ihren Kindern beim Wasserspielplatz am Grünanger, die Kleinen wippen auf Schwinggeräten und haben ihren Spaß. Es gibt große Schaukeln, die sich auch für ältere Kinder eignen, und sogar einen Boule-Platz für die ganz Großen.

Eine vier bis fünf Meter lange Rutsche aus Edelstahl fällt sofort ins Auge. Sie steht verlassen inmitten des Geschehens. Bei näherer Betrachtung wird auch schnell klar, warum: Die Rutschbahn hat Buckel und Beulen.

Inga Barner wohnt im Schwaigfeld. Sie kommt oft mit ihrer Tochter Hannah zum Spielplatz. Das Grundschulkind sagt: „Ich mag diese Rutsche nicht, die hat so komische Huckel.“ Ihre Mama hat beobachtet, dass die Buckel-Rutsche so gut wie nie von den Kindern genutzt wird. „Nach einmal Rutschen reicht es ihnen – eine Rutschpartie darauf ist eher langsam, und man poltert mehr herunter als dass man fröhlich rutscht.“ Für das Foto versucht es Hannah trotzdem einmal. Es wird eine sehr vorsichtige Rutschpartie. Spaßfaktor: gleich Null.

Für den Spielplatz im Schwaigfeld ist eine Ersatzrutsche geplant

Inga Barner wirft einen Blick in Richtung Schlittenbergerl und sagt: „Da war früher eine tolle lange Rutschbahn.“ Wenn sie sich ein Ersatzgerät wünschen dürfte, sollte das bestenfalls so beschaffen sein, wie diese ehemalige Rutsche: Relativ lang, eventuell mit Kurve und natürlich: „Bitte ohne Beulen“.

Eine andere Mutter, eine 35-jährige Olchingerin, ist mit ihrem zweieinhalbjährigen Sohn zum Grünanger gekommen. „Diese Rutschbahn tut beim Runterrutschen weh“, sagt sie. Sie muss es wissen, weil sie es im Selbstversuch getestet hat, wie sie auf Nachfrage bestätigt. Auch sie würde sich für ihr Kind lieber so eine Rutsche wie am Schlittenbergerl wünschen, statt „dieses eigenartigen Beulendings, das eh bloß rumsteht und nicht genutzt wird“.

Die stellvertretende Pressesprecherin der Stadt Olching, Sonja Weyland, sagt auf Nachfrage: „Es hat jahrelang keine Beschwerden über die Rutsche gegeben, erst in jüngster Zeit.“ Weil die Rutschbahn nicht wie gewünscht von den Kindern angenommen wird, sei geplant, diese im Laufe des nächsten Jahres abzubauen und eine Ersatzrutsche an gleicher Stelle zu errichten.

von Angi Kiener

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