TSV 1860 München zu Geisterspiel verurteilt

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Die Wonderworld am Volksfestplatz wurde vom Ordnungsamt kontrolliert.

Ärger um Hüpfburgen von Circus

Eltern entsetzt: Aufregung um Kinderparadies 

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Olching - Der Circus Baldoni gastiert mit seiner Hüpfburgen-Welt auf dem Olchinger Volksfestplatz. Einige Eltern waren jedoch entsetzt darüber, was ihre Kleinen dort erwartete. Laut Stadt ist aber alles ok.

Mit zahlreichen Hüpfburgen, Klettermöglichkeiten und einer Wasserrutsche lockt die „Wonderworld“ seit Montag am Volksfestplatz. Einige Eltern haben ihre Kinder dort schon spielen lassen. Nun gingen im Rathaus Beschwerden ein. Die Hüpfburgen seien verdreckt, ebenso das Wasser im Becken der Rutsche. Zudem hätten Kinder geweint, als sie in dem aufblasbaren Becken angekommen seien, gibt Christian Richter, Leiter des städtischen Ordnungsamtes, einen Vorwurf wieder. Denn das Becken stehe direkt auf dem Volksfestplatz, Steine würden durch die Folie drücken, die Kinder sich wehtun.

In der Tat fehlt eine Polsterung, als sich Richter vor Ort ein Bild von der Situation macht. Doch das werde sofort nachgebessert, verspricht Circus-Chef Anton Kaiser und lässt gleich die Luft aus der Rutsche. An diesem Tag ist sie nicht mehr in Betrieb. Dreckiges Wasser kann Richter hingegen nicht entdecken. Das komme auch direkt aus dem Hydranten, erklärt Kaiser. „Es ist Trinkwasser.“

Auch den weiteren Vorwurf, die Hüpfburgen seien schmutzig, kann Richter nicht bestätigen. Bei den aufblasbaren Anlagen werde jeden Abend die Luft rausgelassen, erklärt Leslie Schmidt, die Tochter von Kaiser. Am Morgen werden sie dann wieder aufgebaut. „Und wir machen einen Rundgang und kontrollieren alles.“ Denn es könne sein, dass Laub, Steine oder etwas Dreck hinein komme. Heute morgen erst hätten sie die Burgen gereinigt und gewaschen. „Es ist das erste Mal, dass es solche Beschwerden gibt“, sagt sie. Ihre Familie betreibt seit zwei Jahren die „Wonderworld“.

Generell achte man auf Sicherheit, sagt Anton Kaiser. So dürfen die Kinder nur ohne Schuhe auf die Burgen. Zum einen wegen der Umknick-Gefahr, zum anderen aus hygienischen Gründen. Personal kontrolliere das auch und wische Fußabdrücke auf den Anlagen weg.

Stromkabel liegen offen herum, werden Stolperfalle 

Weitere Beschwerden betreffen die Sicherheit. So wurde bemängelt, dass Stromkabel unabgedeckt herumlägen und zu Stolperfallen werden könnten. Das ist auch so, wie Richter feststellt. Auch hier muss Kaiser nachbessern und die Kabel unter Teppich verstecken.

Dann legt Richter seine Hand auf eines der Geräte, die die Luft in die Hüpfburgen blasen. Dieses solle angeblich heiß werden, Kinder könnten sich daran verbrennen. Doch das kann der Ordnungsamts-Chef nicht bestätigen. „Das wird nicht heiß.“

Der Circus Baldoni ist der Stadt nicht unbekannt. Er gastierte bereits mehrerer Male in Olching. Es habe noch nie Beschwerden gegeben, sagt Richter. Sollte Kaiser nachbessern, „dann kann man es ruhigen Gewissens weiterlaufen lassen.“ Der Circus-Chef hat nun bis Freitagvormittag Zeit, die Mängel zu beseitigen. Dann will sich Richter das Kinderparadies erneut ansehen.

Mit dem Nachbessern hat Anton Kaiser kein Problem. Eines aber stört ihn: „Ich verstehe nicht, warum die Leute nicht zu uns gekommen sind.“

Betreiber hat nachgebessert 

Der Betreiber der Wonderworld hat mittlerweile nachgebessert.  „Unter das Becken wurde nun Teppich gelegt, darüber noch PVC“, sagt Christian Richter, Leiter des Ordnungsamts, nach einer Begehung am Freitagvormittag. Der unebene Untergrund sei weitestgehend verschwunden. Über die herumliegenden Kabel wurde Teppich gelegt. „Was machbar ist, hat der Betreiber gemacht“, so Richter auf Tagblatt-Nachfrage. 

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