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Verhandlung am Amtsgericht

Autofahrer bedrängt Kinder auf Gehweg

Olching – War es Nötigung? Ein 28-jähriger Autofahrer aus Olching ist ganz nah an kleine Kinder herangefahren, die auf dem Gehweg unterwegs waren. Deshalb musste sich der Mann nun vor dem Brucker Amtsgericht verantworten.

Der Schlosser war an einem Märzabend diesen Jahres mit seinem BMW X5 auf einen Weg in einer Wohnanlage gefahren. Dieser Weg ist für Autos gesperrt. Zudem befanden sich auf dem Weg zwei kleine Kinder, drei und fünf Jahre. Er habe versucht, die beiden von der Fahrbahn zu scheuchen, stand für den Staatsanwalt fest.

Der 28-Jährige bestritt jegliche Schuld. Die Kinder, die an der Hand der Mutter gingen, seien zu keinem Moment gefährdet gewesen, betonte sein Verteidiger und forderte einen Freispruch. Die Kinder, die im Nachbarhaus leben, seien auf dem Gehweg, der 28-Jährige mit großem Abstand zu diesen auf den Rasengittersteinen daneben unterwegs gewesen. Für den Verteidiger stand fest: „Ein klassischer Nachbarschaftsstreit ist in einer Anzeige eskaliert.“ Das Verhältnis zwischen dem Angeklagten und dem Vater sei nicht das Beste, sagte er.

Der Vater bestritt aber, dass die Mutter die Kinder an der Hand hatte. Auch ein Zeuge konnte das nicht bestätigen. Er hatte Sorge, dass die Kinder vor das Auto laufen könnten, zumal der 28-Jährige schneller als mit Schrittgeschwindigkeit gefahren sei. „Ich habe Angst um meine Kinder gehabt“, sagte er. Deshalb habe er das Auto dann auch angehalten.

Letztendlich waren Staatsanwalt und Richter von der Schuld des Angeklagten überzeugt. Der 28-Jährige hätte rechtzeitig stehen bleiben müssen, sagte der Richter. Denn er sei in einem Bereich unterwegs gewesen, wo Autos nicht zugelassen sind und Fußgänger Vorrang haben. Er verurteilte den überwiegend wegen Delikten im Straßenverkehr mehrfach vorbestraften Olchinger wegen versuchter Nötigung zu einer Geldstrafe von 800 Euro. Diese sind in 20 Tagessätzen zu je 40 Euro zu bezahlen.  

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