Die zwölf Jahre alte Eiche wurde gefällt. foto: feuerwehr

Mit der Handsäge

Baumfrevel am Feuerwehrhaus

Olching – Stocksauer sind die Feuerwehrkameraden aus dem Stadtteil Geiselbullach auf einen Unbekannten, der in einer Nacht- und Nebelaktion eine Eiche an der Ausfahrt des Feuerwehrgerätehauses an der Gröbenzeller Straße um- oder zumindest so weit angesägt hat, dass der Stamm umknickte. Denn der Baum hatte symbolische Bedeutung für die Brandhelfer.

Wie Zweiter Bürgermeister Robert Meier, der auch Vorsitzender des Geiselbullacher Feuerwehrvereins ist, erzählt, sei der Baum vom Bauhof beim Bau des Hauses vor zwölf Jahren auf städtischem Grund gepflanzt worden. „Mir stinkt das tierisch“, sagt Meier zu dem Vorfall. Die Grünanlage sei regelmäßig gepflegt worden. Wegen der Hitze sei die Eiche jüngst sogar gegossen worden.

Der Vize-Bürgermeister kann sich nicht vorstellen, wer den Baumfrevel begangen haben könnte. „Die Feuerwehr hat doch niemandem etwas getan.“ Dass ein Kamerad selbst zur Säge gegriffen hat, schließt Meier aus. „Warum sollte das einer machen?“ Beim Ausfahren aus der Feuerwehreinfahrt würde der Baum nicht stören, eher das benachbarte Maisfeld.

Meier geht davon aus, dass der Baumfrevel in der Nacht auf Dienstag begangen wurde. Abends hatte die Wehr eine Übung auf dem Gelände. Da sei der Baum noch gestanden, ist sich Meier sicher. Als einige Floriansjünger am Dienstagvormittag wegen eines Alarmes zur Feuerwache eilten, bemerkten sie die Tat.

„Der Stamm hatte einen Durchmesser von zwölf bis 15 Zentimern. Den sägt man nicht in ein paar Sekunden um“, betont Meier. Zumal der Täter wohl nicht mit einer Motor-, sondern mit einer Handsäge gearbeitet hat. Davon geht laut Meier zumindest Bauhofleiter Peter Rötsch aus, der den Tatort untersucht hat. Der Stamm soll professionell umgesägt worden sein. Die Geiselbullacher Feuerwehr bittet Bürger, die Hinweise geben können, sich an die Feuerwache oder die Polizei Olching zu wenden. Meier hofft, dass sich der Täter selbst outet. Dann würde sich vielleicht auch das Motiv für die „völlig sinnlose Tat“ klären. (Stefan Weinzierl)

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