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Friedlich und lustig wie hier soll es zugehen: Das Landratsamt hat die Teilnehmerzahl deshalb beschränkt. 

Gaudiwurm soll kontrollierbarer werden

Behörden fordern: Weniger Wagen bei Olchings Faschingszug

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Durch Olching rollt Jahr für Jahr der größte Gaudiwurm Oberbayerns. Das bringt auch einige Probleme mit sich, weswegen es jetzt Konsequenzen geben soll.

Olching -  Im Vergleich zum Vorjahr soll die Teilnehmerzahl beim Olchinger Faschingszug reduziert werden. Bei der Vorbesprechung beklagten Zugteilnehmer außerdem, dass einige Zuschauer sich sehr aggressiv verhalten.

Monika Eisele von den Ampernixen ist keine, die sich leicht den Spaß am Fasching verderben lässt. Beim Olchinger Zug gehört sie mit der Fußgruppe zum Inventar. Eine Entwicklung gefällt ihr nicht: Immer mehr und immer aggressiver vorgehende Mütter würden sich mit ihren Kindern an den von den Ampernixen mitgeführten Handwagen heranmachen, um Bonbons abzugreifen. Eisele moniert: „Das ist die reinste Selbstbedienungsmentalität.“ Manche Erwachsene setzen noch einen drauf, wie die Ampernixen beobachtet hätten: Sie würden ihnen Becher unter die Nase halten und fordern, ihnen Prosecco einzuschenken. „Das hat mit Gaudi nichts zu tun“, beklagte sich Eisele.

Doppelt so viele Alkohol-Leichen

Bei den restlichen Teilnehmern der Besprechung, meist Wagenbauer, fand Eisele Zustimmung. Sie beklagten sich zum Teil erheblich darüber, dass Polizei, Landratsamt und Stadt den Druck auf sie erhöhten. Michael Maier, im Zugkomitee für die Organisation zuständig, berichtete von sehr deutlicher Kritik seitens der Stadt. Da kamen Vorfälle zur Sprache wie etwa zwei aktenkundige Schlägereien und eine doppelt so hohe Zahl an Menschen, die wegen hohem Alkoholkonsum behandelt werden mussten. Von 34 im Jahr 2017 sei die Zahl im Vorjahr auf 68 gestiegen, gab Maier an. Die Behörden begutachteten sogar Videos im Internet. Das Internet-Portal YouTube erwies sich gar als Beweisquelle.

Die Stadt kritisierte außerdem, dass die Lautstärke auf einigen Wagen zu hoch sei. Die will man mit der Anordnung in den Griff bekommen, die Lautsprecherboxen nicht mehr in Richtung Zuschauer ausrichten zu lassen. In Leserbriefen im Tagblatt, die Maier zitierte, war vom Versagen des Zugkomitees die Rede, weil es keinen familienfreundlichen Fasching mehr organisieren könne.

Vorwürfe, denen man begegnen will – auch wegen des Drucks von Landratsamt und Stadt. So muss die im Vorjahr ermittelte Zahl von 51 Wagen zwingend reduziert werden. Zunächst war seitens der Kreisbehörde die Zahl auf 25 beschränkt worden. Mittlerweile geht man beim Zugkomitee davon aus, dass man das etwas lockerer handhaben könne. Anmeldungen würden trotzdem gleich ausgesiebt. Eines der Entscheidungskriterien wird laut Organisationsleiter Maier sein: „Wer sich im Vorjahr deutlich daneben benommen hat, ist raus.“ Dank der Internetportale könne da relativ leicht entschieden werden.

Komitee will um den Zug kämpfen

Trotz der negativen Punkte, ist eines aber auch klar: Das Zugkomitee will um den Fasching und den guten Kontakt zu Stadt sowie Hilfsdiensten kämpfen. Noch werden Müll und Scherben durch die Kommune unentgeltlich beseitigt, außerdem sichert die Feuerwehr den Gaudiwurm ab. „Das dürfen wir uns durch ein paar Dumme nicht kaputt machen lassen“, so Hans Krämer, der Vorsitzende des Zugkomitees.

Unterstützung fand er bei Hannes Haschka vom Gernlindener Ortskartell, das ebenfalls immer stärker werdende Auswüchse bei Zuschauern bemerkt hat. Haschka appellierte an die Zugteilnehmer: „Wir müssen Vorbild sein.“ Wenn man Alkohol und Lautstärke nicht in den Griff bekäme, sei beim Fasching und beim größten Umzug Oberbayerns der Ofen bald aus.

Von Seiten des Olchinger Komitees würde man sich da auch mehr Unterstützung mancher Einzelhandelsketten wünschen. Die Stände am Zug würden sich in Bezug auf Alkohol an die Auflagen halten. Das nütze aber nichts, wenn eine Konzernleitung entscheidet, ihre Filiale offenzuhalten. Dann würden sich die Leute eben dort mit harten Sachen eindecken.

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