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Mit einer Mischung aus karibischen Rhythmen und bayerischer Blasmusik kommt Leo Meixner nach Olching.

In Olching

Beim Volksfest nicht genehmigt: Cubavaria-Auftritt wird jetzt nachgeholt

2016 spielte die Band Die CubaBoarischen im Festzelt auf dem Olchinger Volksfestplatz. Eines der Mitglieder wollte das mit seiner neuen Combo heuer wiederholen. Von der Stadt gab es allerdings eine Absage – aus mehreren Gründen. Jetzt wird der Auftritt nachgeholt.

Olching – Die CubaBoarischen werden nicht mehr nach Olching kommen. Sie haben sich aufgelöst. Den typischen Sound mit karibischen Rhythmen und bayerischer Blasmusik wird es an der Amper trotzdem noch zu hören geben. Band-Mitglied Leo Meixner hat unter dem Namen Cubavaria seine eigene Combo gegründet. Mit der wollte der Musiker eigentlich schon im Sommer nach dem Volksfest im großen Zelt auftreten. Doch die Stadt machte diesen Plänen einen Strich durch die Rechnung und genehmigte den Auftritt nicht. Jetzt wird er nachgeholt.

Ausrichter ist wie schon 2016 die Kolpingsfamilie. Deren Sprecher Karl-Heinz Frey bedauert die Entscheidung. „Das Konzert damals wurde gut angenommen.“ Außerdem kollidierte es nicht mit dem regulären Volksfestprogramm, da der Auftritt einen Tag nach der Festwoche stattfand. Man habe damals einfach die Voraussetzungen und Logistik des Bierzelts nutzen können und so bei der Organisation weniger Arbeit gehabt. Jetzt findet das Konzert in der Mehrzweckhalle im Schwaigfeld statt. Das sei ein wesentlich größerer Aufwand.

Absage aus Lärmschutzgründen

„Da die Halle keinen ebenerdigen Zugang hat, müssen wir das ganze Equipment durch die Schule und dann über Rampen in die Turnhalle transportieren“, moniert Frey. Auch die Auflagen in einer hauptsächlich für Sportveranstaltungen ausgelegten Halle seien sehr hoch. „Man muss den ganzen Boden abdecken, damit man ihn nicht beschädigt“, erklärt der Sprecher der Kolpingsfamilie.

Frey bedauert, dass es in Olching keine Möglichkeit gibt, ein Konzert dieser Größenordnung adäquat zu veranstalten – etwa wie im Forum Fürstenfeld oder in der Stadthalle in Germering. „Das KOM ist gut, aber für so eine Veranstaltung einfach zu klein.“

Die Stadt hat aus ihrer Sicht aber gute Gründe für die Absage im Bierzelt. Volksfestreferent Andreas Hörl (CSU) erklärt: „Wir haben das damals nur gestattet, weil das Kolpingheim umgebaut wurde.“ Die Situation sei heute eine andere. „Das Volksfest geht zehn Tage, eine längere Lärmbelastung wollen wir den Anwohnern nicht zumuten“, erklärt Hörl. Außerdem gibt es schon eine zusätzliche Veranstaltung vor dem Start des Volksfests, die von der Stadt selbst organisiert ist. „Wir machen seit einigen Jahren Kabarettauftritte und die Künstler haben mit uns einen Exklusivvertrag, der weitere Auftritte anderer Künstler im Zusammenhang mit dem Volksfest verbietet.“

Außerdem: Wenn man einem Veranstalter erlaube, aufzutreten, wollten alle anderen auch, meint Hörl. Deshalb gilt inzwischen 14 Tage um das Volksfest herum ein Veranstaltungsverbot. Ansonsten sei der Volksfestplatz durchaus von Vereinen für Auftritte zu mieten. „Es gibt ja dort neben dem Volksfest unzählige Veranstaltungen wie den Foodmarkt, ein Kasperltheater, den Zirkus oder auch beispielsweise die FFB-Schau.“

Bei der Kolpingsfamilie hat man sich inzwischen mit der neuen Örtlichkeit arrangiert und freut sich schon auf den Cubavaria-Auftritt. Auch Leo Meixner ist heiß darauf, seinen „neuen, peppigeren Sound“ in Olching präsentieren zu können.

Das Konzert

findet am Samstag, 3. November, um 20 Uhr in der Mehrzweckhalle der Mittelschule Olching statt. Der Eintritt kostet 25 (im mittleren Bereich) und 20 Euro am Rand. Eintritt mit Bewirtung ist ab 18 Uhr. Es herrscht freie Platzwahl. Die Karten können an der Abendkasse gekauft werden oder im Vorverkauf bei der Sparkasse Olching und im Autohaus Rauscher.

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