Das bewegt Olchings größten und kleinsten Stadtteil

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Graßlfing/Geiselbullach – Olching wächst, vor allem in Geiselbullach und Graßlfing. Das ist auf das Schwaigfeld zurückzuführen, aber auch auf andere Neubaugebiete wie Geiselbullach-Mitte. Auch auf dem ehemaligen Elastogran-Gelände sollen Häuser entstehen.

Und die Bewohner des Graßlfinger Mooses möchten gerne bauen und ihre Betriebe erweitern. Dementsprechend hatten die Besucher der Bürgerversammlung vor allem Fragen zur Infrastruktur.

Entwicklung des Elastogran-Geländes

Die Stadt möchte das ehemalige Elastogran-Gelände an der Industriestraße entwickeln. Erste Pläne gibt es bereits. Sie sehen im nördlichen Teil Gewerbe vor, im südlichen Wohnhäuser. Diese sollen in Richtung Dora-Heigenmooser-Straße ausgerichtet und auch über diese und den Adlerweg erschlossen werden. Doch Anwohner sind dagegen, sie fürchten mehr Verkehr. Rudi Hofauer sprach bei der Bürgerversammlung im Namen von 30 Familien. „Das könnte gröbere Probleme geben“, sagte er. Denn die Dora-Heigenmooser-Straße sei derzeit eine Spielstraße. Er und auch Johannes Schmid wollten wissen, warum man die Wohnhäuser nicht, so wie die gewerblichen Gebäude, über die Industriestraße erschließen kann. „Das ist viel kürzer“, so Schmid.

Bürgermeister Andreas Magg erklärte, dass die vorgesehene Riegelbebauung die sinnvollste sei, um auch die bestehende Siedlung vor dem Lärm des Gewerbes zu schützen. Würde man die Häuser über die Industriestraße erschließen, wäre der „Schutzwall“ durchbrochen. Er räumte aber auch ein, dass man die Riegelbebauung nicht unbedingt machen müsse. „Der beste Lärmschutz ist aber ein Gebäude, das quer steht“, so Magg.

Sorgen im Graßlfinger Moos

Großes Thema bei den Moos-Bewohnern ist nach wie vor das Bauen. Denn planungsrechtlich gehört es zum Außenbereich. Ein Bürger wollte wissen, wie der aktuelle Stand hinsichtlich der Entwicklung einer Fibel sei, die das Bauen dort erleichtern soll. Daran arbeite man noch, antwortete Magg.

Teile des Mooses sind nicht an die Trinkwasserversorgung angeschlossen. Deshalb wünschte sich Günter Knaup im Namen von Toni Alessi, der im Dietschweg wohnt, dass die Versorgung ausgebaut wird. Magg versprach, das Thema beim Wasserzweckverband erneut vorzubringen. Allerdings sei ein Ausbau schwierig wegen der Siedlungsstruktur.

Zudem fragte Knaup in punkto Breitband-Ausbau nach. Aufgrund seiner Flächigkeit sei das Moos ein Problem, sagte Magg. Das Gebiet sei aber mittlerweile fürs Förderprogramm angemeldet, Haushaltsmittel seien eingestellt und ein Büro beauftragt. Wie und ob was gemacht wird, werde sich nächstes Jahr entscheiden.

Zukunft von Gut Graßlfing

Heini Vetter wollte wissen, wie es nach dem Verkauf des Gutes Graßlfing an eine Landwirtsfamilie weitergeht. Er befürchtete, dass dort Wohnhäuser entstehen könnten. Magg beruhigte. Der Fokus der Familie liege auf der Bewirtschaftung von Äckern. Zudem sei das Ensemble denkmalgeschützt und könne nicht einfach abgerissen werden. „Die Besitzer sind offen hinsichtlich der Nutzung.“

Einkaufen im Schwaigfeld

Im Schwaigfeld gibt es das Nahversorgungszentrum mit dem Tengelmann. Werner Geier regte an, eine weitere Einkaufsmöglichkeit zu schaffen. „Es muss aber kein Vollsortimenter sein.“ Magg entgegnete ihm, dass die Nahversorgung für dieses Areal bereits abgedeckt sei. Er habe auch keine Sorge, sollte der Tengelmann dort schließen, dass ein anderer Markt die Räume übernehme. „Denn die Kaufkraft ist dort groß, die Bevölkerung wächst.“  

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