Polens Präsident legt Veto gegen Justizreform ein

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Bauschutt und Unrat auf einem Grundstück in Olching: Vor Gericht sollte der Biber als Ausrede herhalten. 

Unrat auf Grundstück 

Biber-Ausrede floppt vor Gericht

Olching – Unterhölte Uferstreifen, aufgestaute Bäche und Flüsse: der Biber richtet schon einigen Unfug an – teilweise auch teuren. Doch diesmal sollte Meister Bockert etwas in die Schuhe geschoben werden, wofür er nun wirklich nichts konnte.

Stein des Anstoßes war aller möglicher Unrat, der auf einem Grundstück an der Bahnlinie lagerte. Hingebracht hatte ihn ein 70-Jähriger. Weil darunter auch Bauschutt – genauer gesagt krebserregende asbesthaltige Eternitplatten waren, die eigentlich als Sondermüll entsorgt werden müssen, landete der Senior auf der Anklagebank des Brucker Amtsgerichtes.

Der gab auch zu, den Müll auf das Areal gekippt zu haben. Und zwar aus folgendem Grund: Er habe auf einem Grundstück an der Eschenrieder Straße in Graßlfing jahrelang eine selbst gebaute Hütte gehabt. Das Areal habe er dann von einem Tag auf den anderen räumen müssen. Die Hütte habe er abgerissen, doch er habe in der Eile nicht gewusst wohin mit den Bestandteilen.

Also brachte er den Bauschutt zusammen mit einer Fräse und diversen anderen Utensilien im Dezember 2015 auf das nahegelegene Bahn-Grundstück. Dort lag der Müll, bis er im März 2016 entdeckt wurde. Die Polizei wurde informiert, der 70-Jährige bekam einen Strafbefehl wegen unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen.

Dagegen legte der Olchinger Einspruch ein. „Es ist nicht anders gegangen“, versicherte er dem Richter bei der Verhandlung. Er habe den Müll ja eigentlich wieder abtransportieren wollen. Doch das Wetter und der Biber hätten dies unmöglich gemacht. Es habe viel geregnet. Und Meister Bockert habe das Wasser aufgestaut. Der Boden sei deshalb völlig aufgeweicht gewesen.

Der 70-Jährige beteuerte, er habe mit seinem Auto samt Anhänger das Grundstück nicht anfahren können, weil er sonst im Schlamm stecken geblieben wäre. Sein Verteidiger machte sich dafür stark das Verfahren seines Mandanten einzustellen.

Doch die Staatsanwältin war dazu nicht bereit. Sie nahm dem Olchinger nicht ab, dass in all der Zeit zwischen Dezember 2015 und März 2016 nicht einmal Gelegenheit war, den Müll abzutransportieren. „Irgendwann wird der Boden gefroren gewesen sein“, hielt sie dem Angeklagten entgegen. Sie beantragte, den Rentner zu einer Geldstrafe von 1250 Euro (50 Tagessätze zu je 25 Euro) zu verurteilen. Auch der Richter hielt nicht den Biber für den Schuldigen, sondern den Angeklagten. Allerdings bemaß er die Strafe geringer als gefordert. Er verurteilte den Olchinger zu 1000 Euro.  (sus)

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