Regionaler geht es kaum: Davon sind Julius Langosch (l.) und Guido Amendt überzeugt.
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Regionaler geht es kaum: Davon sind Julius Langosch (l.) und Guido Amendt überzeugt.

Regionale Erzeugung

Bier mit der Braugerste von Olchings Feldern

  • Kathrin Böhmer
    vonKathrin Böhmer
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Die Olchinger Braumanufaktur, kurz OBM, will noch regionaler werden: Ab sofort ist es möglich, dass für die Bierspezialitäten Braugerste verwendet wird, die auf den Feldern in und um Olching herum angebaut wird. Möglich macht es eine neue Partnerschaft mit einer Mälzerei, wie die OBM mitteilt.

Olching - „Unsere Marke steht für Regionalität, was wir mit dem Wechsel hin zu Braugerste, die auf Olchinger Flur und teilweise direkt neben unserem Biergarten wächst, nochmals unterstreichen“, erklärt Guido Amendt, einer der beiden Gründer und Geschäftsführer. Sein Kompagnon ist Julius Langosch.

Bei der hier angebauten Gerstensorte namens „Steffi“ handele es sich um eine traditionelle und hochwertige Braugerste, die nur wenige Brauereien (etwa Augustiner in München) verwenden. Das naturtrübe „Natur Hell“ wird laut Langosch ab sofort aus dieser Gerste gebraut.

Aus dem Getreide wird das Malz gewonnen, das einer der wichtigsten Rohstoffe für die Herstellung von Bier ist, wie die OBM mitteilt. Ganz nach dem Motto: „Hopfn und Malz, Gott erhalt‘s“.

Nicht nur bei den Inhaltsstoffen, auch bei der Produktion setzt die OBM auf Ressourcen vor der Haustür. Wasserkraft und Fernwärme liefern die Energie für den Brauprozess. Das Wasser stammt sowieso aus der Heimat. Lediglich der Hopfen reist aus der Hallertau im Landkreis Freising an. Aber nur, weil die Böden vor Ort für den Hopfenanbau nicht geeignet seien.

Die Olchinger Braumanufaktur hat sich vor fünf Jahren zum 500-jährigen Bestehen des Bayerischen Reinheitsgebots gegründet. Seit Anfang 2020 produziert die OBM in ihrer eigenen Brauanlage im denkmalgeschützten Gut Graßlfing verschiedene Spezialitätenbiere – hell und dunkel.  gar

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