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Biergarten-Saison geht in die Verlängerung

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Genießen ihre Mahlzeit im Freien: Thomas Conrad (l.) und Arbeitskollege Stefan Wende.
Genießen ihre Mahlzeit im Freien: Thomas Conrad (l.) und Arbeitskollege Stefan Wende. © Eldersch

Noch einmal eine Halbe im Biergarten trinken – und das Mitte Oktober. Die warmen Temperaturen machen es möglich. Viele Gaststätten verlängern die Freiluftsaison, eine sogar über den ganzen Winter.

Landkreis – Die beiden Arbeitskollegen Thomas Conrad und Stefan Wende aus dem Nachbarlandkreis Dachau machen bei den warmen Temperaturen für ihre Mittagspause gerne mal einen Abstecher zur Gaststätte Zum Haderecker nach Graßlfing. „Bei so einem schönen Biergarten-Wetter muss man einfach draußen sitzen“, sagt Wende. Und Conrad fügt hinzu: „Man sollte das Wetter, so lange es noch so schön ist, genießen.“

Wie den beiden geht es derzeit Vielen, die noch einmal ihren Schweinsbraten oder ihr Weißbier in der Herbstsonne genießen möchten. Dennoch haben viele – vor allem die größeren – Biergärten bereits geschlossen. Nadine Mörz vom Brauhaus Bruck erklärt, warum: „Man muss bei den größeren Biergärten Extra-Personal abstellen und Bierfässer an der Freilufttheke anzapfen, aber dafür kommen nicht mehr genug Gäste und der Umsatz ist im Vergleich zum Aufwand einfach zu gering.“

Außerdem macht sie sich Sorgen um das Wohl der Gäste. „Die Kastanien an unseren Bäumen sind dieses Jahr riesig und kein Gast will gern mit einer Beule am Kopf nach Hause gehen.“ Das heißt aber nicht, dass man beim Brauhaus nicht mehr draußen sitzen kann. Die Sommerterrasse ist weiterhin geöffnet.

Genauso läuft es in Maisach beim Bräustüberl und in Grafrath beim Dampfschiff. „Am Nachmittag, so lange die Sonne scheint, geht das auch super, nur am Abend wird’s den Leuten dann zu kalt draußen“, erzählt Nadine Mörz vom Brauhaus. Da helfen auch keine Decken mehr – und Heizstrahler gibt es in allen drei Gaststätten nicht.

Bei Alex Maffei in seinem Restaurant Zum Griabig’n in Germering geht man sogar noch einen Schritt weiter. „Wir decken das ganze Jahr ein paar Tische draußen ein. Natürlich nur so lange es nicht schneit oder regnet.“ Maffei weiß aus Erfahrung, dass sich ein paar ganz Hartgesottene das Bier sogar im Januar im Freien schmecken lassen.

Eine weitere Ausnahme stellt das Restaurant Fürstenfelder in Bruck dar. Unter der Woche ist der Biergarten jetzt zwar zu, aber am Wochenende macht ihn Chef Gerhard Kohlfürst schon mittags auf. Das kommt gut an. „Es lohnt sich eigentlich auch nur Samstag, Sonntag.“ Unter der Woche könnten die meisten ohnehin erst abends kommen und da sei es inzwischen doch zu kalt für den Biergarten. Auf Wärmestrahler wird im Fürstenfelder ebenfalls verzichtet, vor allem wegen des hohen Stromverbrauchs und aus ökologischen Gründen.

Nutzen das Traumwetter: Walter und Monika Reichl (l.) mit zwei Freundinnen beim Alten Wirt in Emmering.
Nutzen das Traumwetter: Walter und Monika Reichl (l.) mit zwei Freundinnen beim Alten Wirt in Emmering. © Eldersch

Dass der Alte Wirt in Emmering schon am Nachmittag seinen Biergarten öffnet, war für Monika Reichl, ihren Mann Walter und zwei ihrer Freundinnen ideal. „So können wir das Traumwetter an meinem freien Tag noch mal so richtig genießen“, erzählt Monika Reichl. Und Servicekraft Sandra Hertwig weiß, dass viele ihrer Kunden auch im Herbst noch danach fragen, ob sie draußen sitzen dürfen. Deshalb wird dort auch immer eingedeckt.

Franziska Sirtl vom Haderecker denkt, dass besonders ihre Lage zusätzlich viele Gäste in ihren Biergarten lockt. „Vor allem jetzt, wenn sich mittags der Nebel im Graßlfinger Moos verzieht und die Sonne rauskommt, kann man bei uns die goldene Seite des Herbsts so richtig genießen.“ Thomas Conrad und Stefan Wende können das bestätigen und lassen sich ihr Mittagessen im Freien schmecken.

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