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Bürgermeister Magg: Olching stößt an seine Grenzen

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Von: Eva Strauß

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Halbzeit im rot regierten Olching. Die SPD zieht deshalb eine Bilanz der vergangenen drei Jahre. „Gesagt – getan“ lautet der Titel einer Broschüre, in der die Sozialdemokraten auf ihre Wahlversprechen und deren Umsetzung blicken.

Olching – Das Heft wurde an alle Olchinger Haushalte verteilt.

„Wie entwickelt sich die Stadt weiter?“ Diese Frage sei im Mittelpunkt der Arbeit der vergangenen drei Jahre gestanden, sagte Bürgermeister Andreas Magg bei einem Pressegespräch, zu dem die SPD eingeladen hatte. Mit der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes habe man sich eindeutig gegen die Ausweisung neuer großer Wohngebiete entschieden. „Wir haben ein hohes Maß an Wachstum und stoßen mit unserer Infrastruktur an Grenzen“, erklärte Magg. Deshalb erlaube die Stadt nur noch qualitatives Wachstum, sprich Innenraumentwicklung und Nachverdichtung.

Nachholbedarf sieht die SPD bei der Schaffung bezahlbaren Wohnraums. Entsprechende vier Anträge hat die Fraktion bereits in den Stadtrat eingebracht. „Wir müssen unseren Bestand halten und auch sanieren“, sagte Finanzreferentin Marina Freudenstein hinsichtlich der städtischen Wohnungen. „Die wurden über Jahre hinweg vernachlässigt.“ Bei einem Teil davon habe die Sanierung aber bereits begonnen.

Darüber hinaus hat der Stadtrat eine „soziale Bodennutzung“ als Grundsatz beschlossen. Und man unterstütze das geplante Vorhaben des „generationenübergreifendes Wohnens“ der Wohngut-Genossenschaft.

Magg stellte aber auch eines klar: „Wir sind keine Wohungsbauer und auch von den Kapazitäten her eingeschränkt.“ Natürlich prüfe man, wo die Stadt selbst Wohnraum schaffen könnte. Aber man setze auch auf private Initiativen. Zudem gebe es Gespräche mit benachbarten Kommunen, eine interkommunale Wohnbaugesellschaft zu gründen.

Zwei weitere Schwerpunktthemen, welche die Sozialdemokraten in den vergangenen drei Jahren beschäftigt haben, sind Kitas und Schulen sowie die Ansiedlung von Gewerbe. „200 neue Betreuungsplätze wurden in den letzten Jahren geschaffen“, sagte Magg. Die Stadt investiere einen großen Teil ihres Geldes in diesem Bereich.

Im ersten Abschnitt des Gewerbeparks seien 750 Arbeitsplätze geschaffen worden, die Gewerbesteuereinnahmen seien um rund zwei Millionen Euro pro Jahr gestiegen, erklärte Freudenstein. „Finanziell stehen wir gut da“, so die Finanzreferentin. Das sei 2008, als sie in den Stadtrat gekommen sei, anders gewesen. „Da schwebte das Damoklesschwert des Finanzcrashs und der Bankenkrise über uns.“ Olching sei chronisch unterfinanziert gewesen. „Die Gewerbesteuer fehlte.“ Heuer würden acht bis achteinhalb Millionen Euro erwartet. „Da ist aber noch Luft nach oben“, so Magg.

Ein großes Thema, das die Sozialdemokraten auch künftig beschäftigen wird, ist der Verkehr – vor allem der in der Hauptstraße. Da man durch die Bahnlinie und die Amperauen beschränkt sei, sei der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs die einzige Möglichkeit, die Straßen zu entlasten, sagte der Bürgermeister. Mit der Ausweitung der Linien 834 und 835 habe man bereits einen wichtigen Schritt gemacht.

In puncto Hauptstraße schwebt ihm die Einführung einer City-Buslinie vor. Diese soll vom Schwaigfeld über die Hauptstraße bis ins Gewerbegebiet fahren. Gespräche mit dem Landratsamt würden bereits geführt. Eva Strauß

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