„Bürgermeister ist kein Job. Das mussman leben“: Andreas Magg, SPD

Kommunalwahl 2020

Bürgermeisterwahl 2020: Olchings Bürgermeister will weitermachen

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Die nächste Kommunalwahl findet erst in einem Jahr statt, doch eines steht bereits fest: Der amtierende Olchinger Bürgermeister Andreas Magg wird wieder für die SPD in den Ring steigen. 

Olching – „Jetzt ist die spannendste und wegweisendste Phase in all den Jahren meiner Amtszeit“, erklärt der 40-Jährige. Seit 2008 ist er Rathauschef.

Es stehen große Projekte an: die Gestaltung der Bahnhofsmitte (Paulusgrube), der Neubau am Nöscherplatz, die Erlebnisbücherei in Esting und das Wohnprojekt am Großen Berg sind nur einige Dinge, die Magg nennt. Die Stadt verändere sich sehr dynamisch und es gehe in eine sehr gute Richtung.

Zahl der Arbeitsplätze gestiegen

Die Einnahmen durch die Gewerbesteuer sprudeln stärker denn je. „Auch wenn immer noch Luft nach oben ist.“ Dabei sei Amazon im Gewerbegebiet Geiselbullach nicht der spannendste Kandidat, sondern die Mittelständler, die sich hervorragend etabliert hätten. Auch die Anzahl der Arbeitsplätze hätte sich um 25 Prozent gesteigert.

Die Erfolge will Magg aber nicht für sich alleine verbuchen. Ein mutiger und entscheidungsfreudiger Stadtrat trage dazu einen gehörigen Teil bei. „Es macht richtig, richtig viel Spaß“, sagt der Rathauschef. Auch, wenn es natürlich nicht immer völlig harmonisch ablaufe. Aber er habe das Gefühl, dass er sich mittlerweile einen gewissen Vertrauensvorschuss erarbeitet habe. Das habe sich beim Erwerb des Hotels Mühlbach gezeigt. Zunächst gab es schon kritische Stimmen. Die FDP warf Magg sogar Spekulantentum vor. Doch als die Immobilie erfolgreich weiterverkauft wurde und in dem Haus nun alte Menschen betreut werden können, gab es selbst von den Skeptikern im Nachhinein Beifallsbekundungen.

Viele Projekte

Die vielen Projekte fordern allerdings auch ihren Tribut. Die Verwaltung sei am Limit: „Wir haben keine 20 Leute, die 20-Millionen-Euro-Projekte betreuen.“ Magg sagt ganz offen, dass es auch als Bürgermeister einige Zeit brauche, um in das Amt hineinzuwachsen. Seine mittlerweile über elfjährige Erfahrung sieht er, der doch vergleichsweise jung gewählt wurde, als großen Vorteil an. „Man kann mit vielen Dingen einfach besser umgehen.“ Für ihn persönlich sei es ein großes Anliegen, die Attraktivität, die Olching hat, zum Beispiel durch die Amperauen, zu erhalten. Was die einzelnen Stadtteile seit der Erhebung zur Stadt angeht: „Ich denke, dass sich das Wir-Gefühl noch verstärkt hat.“ Magg selbst ist Geiselbullacher.

Mindestens zwei Gegenkandidaten

Sein Terminkalender ist prall gefüllt. „Bürgermeister ist kein Job. Das muss man leben.“ Mit der Familie – er hat zwei kleine Kinder – sei das nicht immer so leicht unter einen Hut zu bringen. „Da reden sich andere schon leichter, die keine Familie und keine Kinder haben.“

Das war ein Seitenhieb gegen Maximilan Gigl, der als Kandidat für die CSU antreten wird. Auch bei den Olchinger Grünen zeichnet sich ab, dass diesmal wieder ein Bewerber aufgestellt wird. Das teilte Fraktionsvorsitzende Ingrid Jaschke auf Tagblatt-Anfrage mit – allerdings noch ohne konkreten Namen. Auch die anderen Parteien sind wohl noch im Beratungsmodus – eine offizielle Stellungnahme gibt es jedenfalls bislang nicht.

Auch interessant: Alles rund um die Kommunalwahlen 2020 in der Region Fürstenfeldbruck in einem Überblick.

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