Gabriel Sailer ist IT-Experte und will Bürgermeister werden.

Olching

ÖDP setzt auf überzeugten Pazifisten

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Heimlich, still und leise hat sich die ÖDP dazu entschlossen, einen Bürgermeisterkandidaten in Olching für die Kommunalwahl im März aufzustellen.

Olching –  Der 61-jährige IT-Experte Gabriel Sailer geht für die „Rettet-die-Bienen“-Partei ins Rennen um den Rathauschefsessel. Bis zum Wahlabend wusste er selbst aber nichts davon.

Sailer wohnt seit 20 Jahren in Olching. Er hat seine Jugend im Nachbarort Gröbenzell verbracht und lebte auch zwischenzeitlich in München. Der IT-Fachmann ist derzeit freigestellt. Das gebe ihm die Möglichkeit, sich politisch zu engagieren, so Sailer. Er lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in einem Haus in der Amperstadt.

Nachdem er sich auch bei anderen Parteien umgesehen hatte, war für den überzeugten Pazifisten klar, er will sich der ÖDP anschließen. „Parteimitglied bin ich aber nicht“, erklärt Sailer. Er kann sich aber gut mit den ökologischen Aspekten der ÖDP identifizieren.

Beitrag zum Klimaschutz

Aus ökologischer Sicht könnte die Stadt auch mehr tun, ist die Meinung des 61-Jährigen. Sie könnte, wie in anderen Kommunen bereits geschehen, Berater engagieren, die ökologische Projekte planen. „Sicher jeder Bürger kann etwas für den Klimaschutz tun. Aber die Stadt muss auch einen Beitrag leisten“, sagt Sailer. Er selbst nimmt sich da nicht aus. „Wir haben versucht, unseren Garten ökologisch anzulegen.“ Bei ihm finde man keine glattgemähte Rasenfläche, so der IT-Fachmann.

Ihm ist auch das rasante Wachstum der Amperstadt sowie die flächenfressende Bebauung ein Dorn im Auge. „Es ist Zeit für eine Ruhephase, was das Bauen angeht“, sagt er im Vorfeld der Kommunalwahl.

Außerdem vertritt er die Meinung, dass es mehr Diversität brauche und weniger Ackerflächen. Man kann dies aber nicht umsetzen, ohne die Landwirte mit ins Boot zu holen. „Ich denke – obwohl das Schwaigfeld fast komplett zugebaut wurde – dass die Grünflächen dort ökologischer sind, als der Acker zuvor“, sagt Sailer.

Ein weiteres Steckenpferd des 61-Jährigen ist der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV). Schon der verstorbene Alt-Bürgermeister Siegfried Waibel habe eine Anbindung an den regionalen Zugverkehr in Olching gefordert, weiß Sailer. Er sieht in einer Erweiterung des ÖPNV-Angebots die Chance, das Verkehrsaufkommen zu reduzieren und die Nachbarkommunen zu entlasten. So ist er auch gegen die geplante Südwest-Umfahrung. „Der Bau der Umgehungsstraße würde nur mehr Verkehr anlocken.“ 

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