Nach Diskussion mit Nahverkehrsexperte

Bus-Angebot am Wochenende wird ausgebaut

Olching – Wie zufrieden sind Senioren mit dem Bus-Angebot? Und was könnte verbessert werden? Das wollte der Verein „Älter werden in Olching“ im Rahmen einer öffentlichen Diskussion erfahren.

Gast was der für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zuständige Mitarbeiter im Landratsamt, Hermann Seifert. Vor fünf Jahren habe es schon einmal eine solche Zusammenkunft gegeben, seitdem habe sich vieles getan, konnte Seifert den Anwesenden stolz berichten.

So fahren jetzt – im Gegensatz zu früher – die Busse in die Kreisstadt und zwischen Olching und Eichenau sowie Olching und Esting von Montag bis Freitag auch noch nach 20 Uhr. Und dies alle 20 Minuten.

Seifert musste allerdings einräumen, dass das Angebot an Samstagen, Sonn- und Feiertagen geringer ist. Samstags ist beispielsweise der 843er-Bus nach Bruck lediglich alle zwei Stunden unterwegs, sonn- und feiertags fährt er nur zwei Mal am Tag. Er kündigte aber Verbesserungen an. So soll der Samstag zum Wochentag werden, die Busse werden also auch an diesem Tag alle 20 Minuten fahren; der Bus Richtung Bruck soll sonntags wenigstens stündlich unterwegs sein. Gerade sonntags würde der Bus gerne öfter genutzt, etwa um Angehörige und Freunde im Brucker Krankenhaus zu besuchen.

Sozialreferentin Gerlinde Zachmann (FWO) meldete ein Manko beim 834er-Bus von Eichenau nach Olching: Er biegt hinter dem Rathaus in die Pfarrstraße ein, so dass das Gebiet um Mozart- und Johann-Sebastian-Bach-Straße nicht erschlossen ist. Das kritisierten alle Anwesenden. Seifert will sich die Situation ansehen.

Das gilt auch für den 835er-Bus, der regelmäßig zu spät am Bahnhof ankomme, wodurch immer wieder die S-Bahn verpasst werde, wie eine Frau monierte. Zusätzliche oder kleinere Busse seien in diesem Fall nicht die Lösung, sagte Seifert. Ein Bus koste rund 230 000 Euro im Jahr. Ein kleineres Exemplar sei zwar preisgünstiger und möglicherweise auch schneller unterwegs. Doch solche Busse hätten nur die halbe Lebensdauer eines großen Busses.

Einen Tipp hatte Seifert auch noch für die anwesenden Senioren: Wenn sie im Bus barrierefrei einen Sitzplatz suchen, sollten sie hinten einsteigen – hier würden sie nicht durch Stufen behindert.

Dass der Tochter einer Olchingerin der Einstieg an der hinteren Tür verweigert worden war, vernahm der ÖPNV-Experte mit Interesse. Er riet, ihm Beschwerden immer schriftlich zukommen zu lassen – mit Hinweis auf Busstrecke, Haltestelle, Tag und Uhrzeit des Vorfalls.

von Susanne Schwind

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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