Sperrung wegen Feuerwehreinsatz: Schienenersatzverkehr für S7 und S20

Sperrung wegen Feuerwehreinsatz: Schienenersatzverkehr für S7 und S20
+
Beispielfoto

Auto soll am Bahnhof stehen

Car-Sharing: Bald auch in Olching

  • schließen

Weniger Autos auf den Straßen und die Umwelt schonen: In Olching soll es künftig Car-Sharing geben. Allerdings in einer abgespeckten Variante – als Pilotprojekt.

Olching – In Städten wie München, Stuttgart und Berlin ist Car-Sharing mittlerweile gang und gäbe. An zahlreichen Straßenecken sieht man die Autos verschiedener Anbieter stehen, die man sich bei Bedarf leihen kann. Anders als beim klassischen Mietwagen kann man das kurzfristig und minutenweise mittels Tablet oder Smartphone machen. Danach stellt man das Auto wieder ab - entweder an der Ausleihstation oder irgendwo im Stadtgebiet. Das hängt davon ab, welches System angeboten wird (siehe unten).

Die Möglichkeit des Car-Sharings wollten die Grünen auch im Olchinger Stadtgebiet einführen. Auf ihren Antrag hin wurde die Verwaltung beauftragt, die Optionen zu prüfen. Das Ergebnis wurde nun im Hauptausschuss vorgestellt.

Wie Bürgermeister Andreas Magg (SPD) mitteilte, habe es Gespräche mit den Free-Floating-Anbietern Car2Go und DriveNow gegeben. Diese planten derzeit keine Expansion ins Münchner Umland. Zudem verfüge Olching weder über die nötige Infrastruktur wie Ladesäulen noch über steigende Anfragen zum Car-Sharing. „Deshalb ist Olching derzeit für die großen Anbieter nicht attraktiv“, so Magg. „Insgesamt wäre ein Free-Floating-System natürlich das beste, aber für eine Stadt in der Größe von Olching nicht zielführend“, so der Rathauschef weiter.

Man habe aber eine Lösung gefunden: Stattauto, ein stationärer Anbieter, soll ein Fahrzeug an einem zentralen Platz in der Stadt positionieren. „Das könnte zum Beispiel der Bahnhof sein“, so Magg. So könnte man auch die Nachfrage testen. Dass die Stadt das Auto stellt, sei schwierig – aus versicherungs- und verwaltungstechnischen Gründen.

Der Hauptausschuss stimmte dem Vorschlag aus der Verwaltung zu. „Es ist an der Zeit, Car-Sharing in Olching auszuprobieren“, sagte Vize-Bürgermeisterin Maria Hartl (CSU). Marina Freudenstein (SPD) war überzeugt, dass das Angebot die Nachfrage stärken werde, „so dass in den nächsten Jahren auch Autos von anderen Car-Sharing-Anbietern in Olching rumfahren werden“. Und auch Ingrid Jaschke (Grüne) meinte, dass die Zukunft nicht in Free-Floating-Systemen liege, sondern dass der Trend dahin gehe, gemischte Systeme anzubieten. Viele Kommunen täten das bereits.

Zwei Modelle

Unter Car-Sharing versteht man die organisierte gemeinschaftliche Nutzung eines oder mehrerer Autos auf der Grundlage einer Rahmenvereinbarung. Die Fahrzeuge sind entweder auf fest angemieteten Parkplätzen über eine Stadt verteilt oder stehen auf der Straße – je nach System. Es gibt zwei verschiedene Modelle: das Free-Floating oder das stationäre Prinzip. 

Bei ersterem bestimmen die AZOnbieter selbst in Absprache mit den Kommunen, welches Stadtgebiet wirtschaftlich sinnvoll ist. Die Anbieter finanzieren sich durch die Mieteinnahmen und beschaffen den Fahrzeugpool (elektrisch oder konventionell) selbst. Das Geschäftsgebiet wird quasi überschwemmt von Autos, sodass diese fast überall bereit stehen. Abhol- und Rückgabestationen gibt es nicht. Per Smartphone oder Tablet wird das nächste Auto ausfindig gemacht. Anders beim stationären System: Dort stellen die Anbieter ein Auto an einem Platz, wo man es abholen und auch wieder zurückbringen muss. Ein freies Holen und Abstellen ist nicht möglich.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Unfall bei Überacker: Sturm fegt Laster von Straße - Fahrer in Lebensgefahr
Zwischen Überacker und Einsbach hat sich ein schwerer Unfall ereignet: Der Sturm fegte einen Lastwagen von der Straße. Der Fahrer wurde eingeklemmt und lebensgefährlich …
Unfall bei Überacker: Sturm fegt Laster von Straße - Fahrer in Lebensgefahr
Schock für Grafrather Pfarrverband: Glockenstuhl völlig marode
Der Glockenstuhl in der Grafrather Rassokirche ist völlig marode. Noch ist nicht klar, ob er saniert werden kann, oder ob er neu gebaut werden muss. Bis das entschieden …
Schock für Grafrather Pfarrverband: Glockenstuhl völlig marode
Lebensgefahr durch fliegende Bälle: Golfclub entschärft Schilder
Die Schilder am Olchinger Golfplatz stoßen der SPD-Fraktion im Stadtrat sauer auf. Der Tonfall sei zu scharf, Spaziergänger führe das völlig in die Irre. Der Golfclub …
Lebensgefahr durch fliegende Bälle: Golfclub entschärft Schilder
Allinger Gemeinderat lehnt Sicherheitswacht ab
In Alling wird es keine Sicherheitswacht geben. Einstimmig verwarf der Gemeinderat diese von Vize-Bürgermeister Johann Schröder (CSU) in die Diskussion gebrachte Idee.
Allinger Gemeinderat lehnt Sicherheitswacht ab

Kommentare