Baustelle
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Einige Anwohner fürchten, dass die Mehrfamilienhäuser an der Pfarrstraße zu hoch werden. 

Debatte über Pfarrstraße

Wie hoch darf man am Olchinger Stadtrand bauen?

Am östlichen Ende der Pfarrstraße in Olching soll ein neues Wohngebiet entstehen. Das birgt aber noch einige Probleme. 

Olching– Die Baupläne für das östliche Ende der Pfarrstraße nehmen konkretere Formen an: Zwei Mehrfamilienhäuser, vier Reihen- und vier Doppelhäuser sind vorgesehen. Die Reihenhäuser sollen im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus gebaut und vermietet werden. „Eine charmante Idee,“ so Bürgermeister Andreas Magg (SPD) im Stadtentwicklungsausschuss. Üblicherweise sind es nämlich Wohnungen.

Das Gebiet soll über eine Stichstraße mit Wendehammer erschlossen werden. Eine Zufahrt soll in einen Garagenhof und in eine Tiefgarage (für die Mehrfamilienhäuser) führen. Darüber war Ingrid Jaschke (Grüne) nicht glücklich. So ziehe man Verkehr an. Bauamtsleiter Markus Brunnhuber erwiderte, man soll das Verkehrsaufkommen nicht überschätzen.

Debattiert wurde auch die Höhe der Mehrfamilienhäuser. Diese sollten dreigeschossig sein mit Dachgeschoss, das nicht als Vollgeschoss gilt. Einige Anwohner hatten sich darüber beschwert. Die Verwaltung hatte deshalb vorgeschlagen, im Bebauungsplan die Mehrfamilienhäuser auf zwei Geschosse nebst Dachgeschoss als Vollgeschoss zu beschränken.

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Wie eine Nachfrage ergab, kamen die Beschwerden von insgesamt vier Nachbarn. Josef Gigl (FWO) war sichtlich verwundert, dass auf eine derartig geringe Zahl überhaupt reagiert werden soll: „Ich würde mir wünschen, dass auch bei anderen Projekten so wenigen Bürgern so viel Gehör geschenkt wird.“ Der FWO-Stadtrat führte dem Gremium zudem vor Augen, dass bereits auf der gegenüberliegenden Seite „ein Klotz nach dem anderen steht“. Er sprach sich für die höhere Variante aus, konnte die Mehrheit aber mit seinem Antrag nicht überzeugen. Bürgermeister Magg machte klar, dass man die andere Straßenseite ebenso wenig außer Acht lassen dürfe. Diese sei mit Doppel- und Reihenhäusern bebaut.

Vize-Bürgermeister Maximilian Gigl (CSU) sprach sich dafür aus, sich nicht konkret auf eine der beiden Varianten festzulegen. Bauamtsleiter Brunnhuber war aber skeptisch, ob eine solche „Entweder-oder-Lösung“ zulässig ist. „Eigentlich muss ein Bebauungsplan eindeutig sein.“ Ein Nachbar müsse wissen, was ihn erwartet. Brunnhuber konnte sich die „Entweder-oder-Idee“ über eine Ausnahmeregelung vorstellen. Bis zur Stadtratssitzung am heutigen Donnerstag soll nun geklärt werden, was zulässig ist.

Susanne Schwind

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