Anschnitt des neuen Brotes: Mit dabei sind alle, die vom Acker bis zum Tisch daran beteiligt sind (v.l.): Josef Riedl berger (Getreidelandwirt, Dachauer Land), Karl Seidl (Rewe), Rita Multerer (Vize-Vorsitzende Brucker Land), Ludwig Kraus (Müller, Dachauer Land, Würmmühle) und Ludwig Riedmair (München Land Bäcker).

Zusammenarbeit von Rewe und Brucker Land

Drei neue Öko-Brote aus der Region

Brot von hier mit Zutaten aus der Region, das soll es im Rewe-Supermarkt zu kaufen geben. Darüber sprachen die Beteiligten der Supermarkt-Kette Rewe und der Solidargemeinschaft Brucker Land bei der Vorstellung von drei neuen Brotsorten.

Olching–  „Ich kenne alle Bäuerinnen mit dem Vornamen“, scherzte Müller Ludwig Kraus. Damit spielt er auf den Ursprung der Produkte an. Zutaten und verarbeitende Betriebe stammen alle aus der Region. Darauf sind die Anbieter stolz. Waren, die aus der direkten Umgebung der Konsumenten stammen, sind äußerst beliebt. Allerdings ist das Etikett „Regional“ auch mit Vorsicht zu genießen, wie bei dem Termin zur Sprache kam.

Einige Anbieter stehen vor Schwierigkeiten. Milch etwa werde zur Weiterverarbeitung weit transportiert, bevor sie wieder in einem Laden nahe ihres Ursprungsorts verkauft wird. Die langen Transportwege verschlechtern die Ökobilanz und stehen im Widerspruch zur Logik des regionalen Vertriebs, der eigentlich kurze Wege beinhalten sollte. Ähnliche Probleme bestehen bei anderen, komplexeren Produkten. Laut Verbraucherzentrale muss lediglich eine Stufe der Produktion im genannten Gebiet stattfinden. Die Herkunft der Rohstoffe bleibe dann sogar unklar. Rewe und Brucker Land wollen das besser machen.

„Deswegen bietet Rewe ab sofort drei Brote an, deren Zutaten und Verarbeitungsbetriebe alle aus der unmittelbaren Region stammen“, erklärt Marianne Wagner, Pressesprecherin bei Unser Land. Rita Multerer, Vize-Vorsitzende der Solidargemeinschaft, bestätigt: „Die Idee der kurzen Wege wird hier gelebt.“ Das Getreide mehrerer regionaler Bauern wird in der Müllerei Kraus in Dachau verarbeitet und in der Bäckerei Riedmair in Garching gebacken. Die Firma Slottke aus Hohenbrunn übernimmt den Transport. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit sind ein Steinofenbrot, ein Sonnenblumenbrot und ein Saatenbrot. „Wir verwenden reinen Natursauerteig, achten auf ausgiebige Ruhezeiten für die Teige und verzichten auf künstliche Zusatzstoffe und Backmischungen“, erklärt Bäcker Ludwig Riedmair seine Philosophie. Deshalb sei das Brot auch frei von Glyphosat und anderen Spritzmitteln. „Für mich sind die Brote auch ein Stück Heimat“, findet Karl Seidl, Lokalitätsbeauftragter bei Rewe. “Und das zu einem fairen Preis für die Bauern.“  mas

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