Erhaltenswert: Der Gruftstein der Familie Raadts. 

Friedhofssanierung 

Ein Gruftstein wird zum Denkmal

In Sachen Neugestaltung des Alten Friedhofs gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte zuerst: Es wird teurer. Wie Landschaftsarchitekt Michael Heintz dem Stadtrat mitteilte, steigen die Kosten um rund 93 000 Euro im Vergleich zur ersten Kalkulation im Oktober. 

Olching – Die gute Nachricht ist: Es wird eine Erinnerung an die abgebauten Grüfte geben. Der Vorschlag kam aus den Reihen der Grünen, wie Ingrid Jaschke sagte.

„Der Teufel steckt im Detail“, erklärte Heintz im Bezug auf die Kostensteigerung. Die Planer hätten festgestellt, dass sich Grabsteine auf unterschiedlichem Höhenniveau befinden, was eine Komplikation darstelle. Als weitere Gründe nannte Heintz etwa die Erweiterung der Pflasterarbeiten im Zugangsbereich Pfarrstraße und Gerhart-Hauptmann-Straße sowie die Einfassungen mit Granitgroßsteinpflaster. Insgesamt summiert sich alles auf 349 000 Euro. Dafür soll der Friedhof einen barrierefreien Zugang an der Pfarrstraße erhalten, der Durchgang zur Gerhart-Hauptmann-Straße attraktiver und der Bereich insgesamt repräsentativer gestaltet werden. Die Grüfte werden – bis auf eine – aufgelöst. Der Gruftstein der Familie Raadts aus dem Jahre 1937 wird als zentrales Denkmal erhalten bleiben. Er gilt als besonders schön gearbeitet. Zudem war Ernst Raadts früher einmal Landrat. Trotz der „enormen Kostensteigerung“ , wie etwa Marina Freudenstein (SPD) feststellte, stimmte der Stadtrat der Ausschreibung zu. Kritisch äußerte sich Vize-Bürgermeisterin Maria Hartl (CSU) darüber, dass der – nicht barrierefreie – Haupteingang nicht erneuert wird. „Es ist schlicht unmöglich für alte Leute, da hochzukommen“, sagte sie. Bürgermeister Andreas Magg erklärte, dass aktuell noch genutzte Gräber Arbeiten hier unmöglich machen würden.  gar

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