Georg Böckl-Bichler wird zum Diakon geweiht

Pfarrverband Esting-Olching

Ein weiterer Schritt zur Priesterweihe 

  • vonHans Kürzl
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Am Samstag wird Georg Böckl-Bichler aus dem Pfarrverband Esting-Olching von Kardinal Reinhard Marx zum Diakon geweiht. Der Gottesdienst im Münchner Liebfrauendom ist für den 34-Jährigen ein weiterer Schritt hin zur Priesterweihe.

Olching - Es war wohl ein Wink des Schicksals, dass es Böckl-Bichler nicht ausreichte, sich auf das Lehramtsstudium in Deutsch und Geschichte zu beschränken. Er wählte als Nebenfach noch Religion. „Daraus hat sich dann die Leidenschaft für die Theologie entwickelt“, erzählt der in Dietramszell auf einem Bauernhof aufgewachsene Priesteranwärter. Böckl-Bichler begann sich zeitgleich zum Studium in seiner Heimatpfarrei St. Martin Steingau zu engagieren. Dort pflegte er den Kontakt zum Pfarrgemeinderat, betreute Ministranten und Firmlinge.

Die Leidenschaft für den Glauben nahm beim 34-Jährigen, der sein Abitur in einem katholischen Internat abgelegt hat, stetig zu. So war es nur mehr ein kleiner Schritt zu der Entscheidung, die nach einem Jahr Referendariatszeit fiel: „Ich will aktiv in die Theologie einsteigen.“ Es folgte 2015 der Einstieg in das Münchner Priesterseminar. Die Familie, die Eltern und seine vier Geschwister, hätten ihn bei all seinen Vorhaben stets positiv begleitet. Auch Pfarrgemeinderäte aus Steingau hätten ihn immer wieder in seinem Weg bestärkt.

Der führte ihn im Herbst 2019 schließlich in den Pfarrverband Esting-Olching. „Ich habe mich gleich willkommen und gut aufgenommen gefühlt“, erzählt Böckl-Bichler, der unter anderem an der Grundschule Graßlfing Viertklässler in Religion unterrichtet. Sich an einem Ort wohlzufühlen, sei wichtig. Mitgeholfen hat dabei auch, dass Pfarrer Josef Steindlmüller das gleiche Internat wie Böckl-Bichler besucht hat.

Für den 34-Jährigen ist der Leiter des Pfarrverbandes nicht nur der so genannte Anleiter, sondern auch ein guter Begleiter im Glauben. Dass der angehende Priester darüber hinaus eine musikalische Ader hat, dürfte wiederum dem weltoffenen Steindlmüller gefallen. „Die Posaune steht immer da“, sagt Böckl-Bichler, der in der Blaskapelle in seinem Heimatort und in einer Big Band aktiv war.

Der Weihe zum Diakon sieht Böckl-Bichler mit großer Freude entgegen. Der 34-Jährige versprüht dabei eine innere Zufriedenheit. „Denn der Tag wird mich in meinem Glauben stärken“, sagt er und fügt den Leitsatz an, der diesem Ereignis gegeben ist: „Ihr seid ein Brief Gottes.“ Die Frohbotschaft solle sichtbar und spürbar sein.

Wegen der Corona-Krise wird nur die Familie diese wichtigen Stunden direkt miterleben können. Alle anderen Gläubigen können dies nur Online per Livestream tun. Böckl-Bichler ist froh, dass es diese technischen Möglichkeiten gibt: „Die Leute haben an den Übertragungen gemerkt, dass Sonntag ist.“

Daher freut sich Georg Böckl-Bichler darauf, dass er nach der Weihe zum Diakon auch Taufen und Trauungen abhalten kann. „Es ist stets schön, Menschen ein kleines Stück auf ihrem Lebensweg begleiten zu können.“ In Olching wird das Böckl-Bichler noch bis in den Juni 2021 tun können – bis zur Priesterweihe. „Dann wird meine Ausbildung und die Zeit hier zu Ende sein.“ HANS KÜRZL

Der Weihegottesdienst

aus dem Münchner Liebfrauendom kann am 30. Mai ab 9 Uhr als Livestream unter www.erzbistum-muenchen.de/stream mitverfolgt werden.

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