Bayerischer Abend in Olching

Eine extra Portion Heimatgefühl im Bierzelt

Premiere beim Olchinger Volksfest: Statt Party-Musik erklang am Sonntagabend Blasmusik im Bierzelt am laufenden Band. Zudem sorgten Goaßlschnoizer und ein Gstanzlsänger beim Bayerischen Abend für zünftige Gemütlichkeit. Das Tagblatt hat nachgefragt, wie dieser Heimatabend ankommt.

Olching – Die Graßlfinger Christa und Michael Neumeier sowie Klaus und Hermine Leiseder sind ganz gezielt zum Bayerischen Abend ins Festzelt gekommen. „Wir finden es super, dass es heute nur Blasmusik gibt, weil dann keiner auf den Tischen rumhupft“, sagt Christa Neumeier. Die beiden Paare sind sich einig: „Blasmusik gehört ins Festzelt.“ Und zur Freude der Graßlfinger können sie an diesem Tag die traditionelle Musik nicht nur am späten Nachmittag hören, sondern den ganzen Abend lang, bis im Zelt im Lichter ausgehen.

Mit dem Bayerischen Abend sollen vor allem Leute mittleren Alters und Familien angesprochen werden. Denn für die sind die Partybands, die an den meisten Abenden im Festzelt auftreten, nicht unbedingt etwas. Die locken in der Regel jüngeres Publikum an.

Nicht nur Musik und Tradition gibt es am Bayerischen Abend, sondern auch Brezn und Käse zum halben Preis. „Die erste Portion haben wir schon intus, der zweite Gang kommt noch“, freuen sie sich. „Wir gehen erst heim, wenn’s aus ist.“ Hermine Leiseder sitzt gut gelaunt an ihrer Halbe Sprudelwasser: „Immerhin sitze ich nicht auf dem Trockenen – ich werde die Bagage hernach sicher nach Hause chauffieren“, sagt sie und lacht.

Draußen im großen Biergarten haben es sich drei junge Frauen gemütlich gemacht. Die Olchinger Neubürgerin Jenny zeigt ihren Freundinnen Nadja und Sarah, wie die Olchinger ihr Volksfest feiern. Die Frauen stammen aus dem Donauries. „Da, wo wir herkommen, ist die Nördlinger Mess‘ unser Volksfest – quasi ein Oktoberfest in etwas kleinerem Maßstab“, erklären sie. Das Olchinger Volksfest hätten sie sich ein bisserl größer vorgestellt, aber: „Es gefällt uns hier, Blasmusik ist doch schön.“ Es müsse nicht immer Partymusik sein.

Mittlerweile sind auch die Goaßlschnoizer aus Pfaffenhofen eingetrudelt. Sie machen es sich am Biertisch im Festzeltgarten gemütlich, trinken eine Maß und fiebern ihrem Auftritt entgegen. „Wir tragen gern zum Heimatgefühl in Olching bei“, sagt der Chef der Goaßlschnoizer, Josef Kirmayr.

Der Abend ist noch jung. Draußen drehen sich die Karussells, die Auto-Scooter prallen gegeneinander, Kinder schlecken an ihrer Zuckerwatte. Vor dem Festzelt sitzen die Olchinger Sarah und Andreas Facher. „Wir waren gestern schon in Tracht da, heute sind wir quasi inkognito in Jeans und T-Shirt gekommen – wir wussten ja gar nicht, dass heute ein Bayerischer Abend ist, aber das finden wir richtig cool“, sagt Andreas Facher. Wenn Olching sein Volksfest feiert, ist das Paar gerne und mindestens vier- bis fünfmal mit dabei. „Das Olchinger Volksfest ist ein schönes Fest, und das lassen wir nicht aus“, sagt Sarah Facher. (akk)

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