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Sitzt sich gut: Bürgermeister Magg (l.) mit seinem polnischen Amtskollegen Tadeusz Kowalski. 

Olching

Eine Freundschaft so solide wie diese Bank

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Ein Symbol der Freundschaft zwischen Olching und seiner polnischen Partnerstadt Tuchola steht seit Kurzem am Kreisverkehr an der Hauptstraße: eine Bank, die mit Mosaiksteinen besetzt ist.

Olching–  Die Zahl 25 prangt darauf – passend zum Jubiläum, das gerade gefeiert wurde. Die Bank wurde am Freitag enthüllt.

Entworfen wurde die Sitzgelegenheit vom Mosaikkünstler Heinz Krautwurst und seiner Ehefrau. Deren Werke haben bereits in ganz Bayern ein Zuhause gefunden. „Es sollte eine außergewöhnliche, individuell handwerklich gefertigte Bank sein“, sagte Bürgermeister Andreas Magg (SPD) beim Festakt im KOM am Freitagabend. So individuell wie die Verbindung mit den polnischen Freunden eben.

Die Bank sei außerdem mit einem Betonsockel fest im Boden verankert. Den bringe so schnell nichts ins Wanken, ebenso wenig wie die Freundschaft zu Tuchola. „Eine sichere Bank, im übertragenen Sinne“, erklärte Magg. Passend ist auch die Rolle der Kunst – die Künstler beider Kommunen pflegen seit jeher eine enge Verbindung.

Das sagt der Altbürgermeister

Dass es aber nicht nur dieser kreative Kreis war, sprach Altbürgermeister Ewald Zachmann in seiner Rede an. Zachmann hatte 1994 die Partnerschaftsurkunde mit dem Bürgermeister von Tuchola unterzeichnet und schilderte die bürokratischen Schwierigkeiten – inklusive Besuch vor Ort. So mancher, der an der Gründung beteiligt war, könne nicht mehr an diesem Festakt teilnehmen, sagte Zachmann. Zum Beispiel Olchings verstorbener ehemaliger Bürgermeister Siegfried Waibel, der damals noch selbst einen Lastwagen mit Hilfsgütern nach Polen gesteuert hatte.

Waibel hatte wie Raimund Bruszynski zu den „Falken“, einer Unterorganisation der Jungsozialisten gehört, die früh Kontakte mit Jugendlichen in den Staaten des Ostblocks pflegten. Das war die eigentliche Keimzelle.

Für Tucholas Bürgermeister Tadeusz Kowalski sind die Mosaiksteinchen der Freundschaft längst zu einem Teil von etwas ganz Großem geworden: einem einheitlichen Europa. „Es ist ein Bestandteil des Prozesses, der zur Deutsch-Polnischen Freundschaft beigetragen hat und dazu, dass die Polen für einen Beitritt zur EU gestimmt haben.“ 

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