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Nach 20 Jahren hat der Faschingswagen endliche eine dauerhafte Bleibe gefunden. Bürgermeister Andreas Magg ( l.) und Komitee-Vorsitzender Hans Krämer (r.) schneiden das Band vor der neuen Robert-Brogl-Halle durch. 

Olching, Olau!

Eine Heimat für die Faschingsfreunde

Olching - Olau: Der Fasching ist zwar noch fern, dennoch war man in Olching in närrischer Stimmung. Der Grund: Nach Jahren der Heimatlosigkeit hat das Komitee Faschingszug endlich eine eigene Halle für den Festwagen bekommen.

Sieben Mal: So oft musste der Festwagen des Faschingszugkomitees, der jedes Jahr den Olchinger Gaudiwurm anführt, in den letzten zwei Jahrzehnten umziehen. Nun aber hat er eine dauerhafte Bleibe gefunden – eine Halle in der Johann-G.-Gutenberg-Straße 13a im Gewerbegebiet. Dort sind auch die weiteren Utensilien wie Plakatständer und Banner untergebracht.

Und was bisher nicht einmal das Amperstadion des SC Olching geschafft hat, bei dieser Halle wurde es möglich: Sie ist nach Robert Brogl benannt, dem langjährigen Schatzmeister des Komitees Faschingszug Olching. „Brogl hat sich seit unendlichen Jahren für die Halle eingesetzt. Und er hat gut aufs Geld geschaut“, sagte Komiteevorsitzender Hans Krämer bei der Einweihung der Halle.

Die Überraschung für den 76-Jährigen war gelungen. „Ich habe nichts davon gewusst“, gestand Brogl sichtlich gerührt. Nur über die Höhe der Rechnung für das Hausnummernschild habe er sich gewundert. „44 Euro für zwei Ziffern kam mir ungewöhnlich vor.“ Dass da noch der Zusatz „Robert-Brogl-Halle“ inbegriffen war, habe er nicht geahnt.

Doch nicht nur für Brogl, sondern auch für das Zugkomitee und die Stadt geht eine unendliche Geschichte zu Ende. Seit Beginn seiner Amtszeit im Jahr 2008 begleite ihn die Suche nach einer Halle für den Komiteewagen, sagte Bürgermeister Andreas Magg. „Wegen dieser Endlosigkeit hat kaum einer mehr an eine Lösung geglaubt.“ Nun habe man sogar eine Lösung gefunden, die selbst einer möglichen Umgehungsstraße nicht im Wege stehe. Die Halle zeige ebenfalls, „dass der Fasching in Olching eine Zukunft hat“.

Rund 180 000 Euro hat die Halle nach Angaben des Komiteevorsitzenden Krämer gekostet. Etwa 20 000 Euro wurde in Eigenleistung beigesteuert. Einen großen Anteil daran hatte Komiteemitglied Werner Raith. „Er hat uns handwerklich großartig unterstützt“, betonte Krämer. Die restliche Summe wurde über einen Kredit und mit Hilfe der Stadt finanziert, der das Grundstück in der Johann-G.-Gutenbergstraße gehört. Sie überließ es dem Komittee per langfristigem Pachtvertrag.

Natürlich durfte bei der Eröffnung der göttliche Segen für die neue Halle nicht fehlen. Diakon Josef Rauffer weihte sie.

von Hans Kürzl

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