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Eine Oktoberfest-Liebe überwindet seit 60 Jahren alle Hürden

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Halten fest zusammen: Katharina und Wilhelm Bräu eingerahmt von Olchings Bürgermeister Andreas Magg (r.) sowie Sohn Manfred und Schwiegertochter Jutta (l.). © Foto: Metzler

60 Jahre ist es her, dass sich Katharina und Wilhelm Bräu das Ja-Wort gegeben haben. „Das war in dem Jahr, als München seine 800-Jahr-Feier hatte“, erinnert sich Willi Bräu.

Neu-Esting – Die Landeshauptstadt spielt bis heute, wo das Paar Diamantene Hochzeit feiert und seit 46 Jahren in Neu-Esting wohnt, eine besondere Rolle.

„Auf dem Oktoberfest 1956 haben wir uns kennengelernt“, erzählt Wilhelm Bräu. Damals hat es zwischen ihm und seiner Käthe gefunkt. Zwei Jahre später heiratete er seine Angebetete, die aus Unteraltenbernheim (bei Ansbach) stammt. Die Hochzeit bewahrte Bräu vor dem Wehrdienst. „Die Bundeswehr klopfte an und wollte mich einberufen“, erklärt der 80-Jährige, der aus Gersthofen stammt. Er war bereits gemustert und sollte zu einer Sanitätseinheit, da er Mitglied beim Roten Kreuz war. Es kam anders: „Da wir sowieso vorhatten, zu heiraten, haben wir die Hochzeit einfach vorgezogen.“ Von der Bundeswehr habe er nichts mehr gehört. „Die haben wohl meine Akte ein paar Schubladen tiefer gelegt.“

Der Ausspruch „in guten wie in schwierigen Zeiten“ gilt für die Eheleute jeden Tag aufs Neue. Katharina Bräu erlitt vor 20 Jahren einen Schlaganfall und ist seitdem stark bewegungseingeschränkt. Seit zwei Jahrzehnten pflegt Wilhelm Bräu seine inzwischen 81-jährige Frau liebevoll und ging für sie ein wenig früher in Rente.

Wenn der gelernte Werkzeugmacher über seine 40-jährige Arbeit als Restaurator beim Deutschen Museum berichtet, sprudelt es nur so aus ihm heraus. Er zeigt stolz auf einen Ring, dem ihm einst Ministerpräsident Franz-Josef Strauß in Anerkennung für herausragende Leistungen verlieh. Zur Feier der Diamantenen Hochzeit gratulierte auch Olchings Bürgermeister Andreas Magg dem Ehepaar und überreichte eine Silberne Münze sowie eine Urkunde. Selbst von Ministerpräsident Markus Söder ist ein Glückwunschbrief ins Haus geflattert.

In der Freizeit tanzen und reisen die Bräus, die einen Sohn und zwei Töchter sowie drei Enkelkinder haben, gern. Am liebsten besuchen sie die griechische Insel Kos. Dort war das Paar so oft, dass ihnen der Bürgermeister der Insel den Titel von Ehrenbotschaftern verlieh.

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