Am Gut Geiselbullach

Er löschte den Brand in der Werkstatt

Der Passant, der am Samstag das Feuer auf dem landwirtschaftlichen Anwesen in Geiselbullach löschte, war Andreas Bentenrieder. Er ist selbst Mitglied einer freiwilligen Feuerwehr.

Andreas Bentenrieder löschte das Feuer. Foto: privat

Olching/Geiselbullach - Andreas Bentenrieder (27) war mit einem Kumpel im Auto auf dem Weg zum Eis essen, als er am Gut Geiselbullach vorbeifuhr. „Du, da brennt´s“, habe er zu seinem Spezl gesagt. Allerdings habe er niemanden herumlaufen sehen: Keiner da, außer ihm und seinem Freund, der am Steuer saß. Sie setzten zurück zur Einfahrt zum Gut und es bestätigte sich: im ganzen Hof war keinerlei Bewegung.

Also eilte Andreas Bentenriederzu der Werkstatt und riss alle Türen auf. Die Werkbank habe lichterloh gebrannt. Allerdings sei ihm schnell klar gewesen, dass außer dem Rauch keine weitere Gefahr von dem Feuer für ihn ausgehe, erzählte Bentenrieder. Dass Spraydosen in die Luft flogen, hörte er nicht – möglicherweise war das auch vorher schon passiert. Bentenrieder schnappte sich den ersten Feuerlöscher, den er fand, und hielt drauf.

Dann machte er mit dem zweiten Löscher aus der Werkstatt weiter. Bentenrieder arbeitet als Baggerfahrer und ist bei der freiwilligen Feuerwehr in Hattenhofen aktiv, wusste also genau, was zu tun ist. Am Schluss griff der 27-Jährige noch zu einem Hochdruckreiniger, der praktischerweise an Strom und Wasser angeschlossen war, wie er erzählt. Dann war das Feuer aus.

Mit der Feuerwehr sei dann auch der Rettungsdienst angerückt, der ihn untersuchte. Außerdem wollten Polizei und Eigentümer mit dem Mann sprechen, der möglicherweise Schlimmeres verhinderte. „Das hat noch ewig gedauert“, erzählt Bentenrieder. Warum aber griff eigentlich sein Kumpel, der Auto gefahren war, nicht auch ein? Es sei klar gewesen, dass die größte Gefahr der Rauch sein könnte, sagt Bentenrieder. „Ich habe daher zu ihm gesagt, er soll draußen bleiben. Wenn, dann erwischt es nur einen.“

Eine große Sache willAndreas Bentenrieder aus dem Einsatz nicht machen. Lediglich andere behaupteten, er hätte Schlimmeres verhindert, sagt er in Reaktion auf den Tagblatt-Anruf mit der Bitte um ein Gespräch. Was er nach der Aktion gemacht habe? Zwei Bier habe er sich schon noch gegönnt, schmunzelt er. Und dann sei er ins Bett gegangen.  st

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