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Wo bleibt der Burger King? Verhandlungen mit Nachbarn bremsen Fast-Food-Riesen aus

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Hier soll es Pommes und Burger geben: Burger King plant ein neues Restaurant am Hagn-Kreisel, braucht dafür aber noch ein Teil des benachbarten Grundstücks. archi
Hier soll es Pommes und Burger geben: Burger King plant ein neues Restaurant am Hagn-Kreisel, braucht dafür aber noch ein Teil des benachbarten Grundstücks. archi © weber

An einen Kreisverkehr in Esting, nahe der B471, soll ein Burger King ziehen. Doch seit zwei Jahren ist es zumindest in der Öffentlichkeit ruhig darum geworden. Offenbar hakt es an einem Grundstück.

Esting – Es ist mittlerweile schon zwei Jahre her, dass bekannt wurde: Am Hagn-Kreisel in Olching will ein Fast-Food-Riese ein neues Schnellrestaurant eröffnen. Vonseiten der Stadt gab es grünes Licht. Der Bauausschuss erteilte sein Einverständnis für die Befreiung von zwei Auflagen: Der Drive-In-Terminal wird außerhalb der Baugrenzen errichtet und die Grünfläche entlang der Schloßstraße an einigen Stellen von fünf auf vier Meter verschmälert.

Dann wurde es ruhig.

Auf eines ist aber heutzutage immer Verlass: Das Internet vergisst nichts. Und so kam neulich in der Gruppe „Du kommst aus Olching wenn...?“ die Frage auf, was eigentlich aus dem geplanten Burger King geworden ist.

Das Unternehmen selbst hält sich auf Tagblatt-Anfrage vage und weicht auf Standardantworten aus. Man sei grundsätzlich schon an dem Standort in Olching interessiert, heißt es zum Beispiel. Details könne man aber nicht nennen. Aus dem Rathaus gibt es diese Information: Die Verhandlungen zwischen Burger King und einem Grundstückseigentümer laufen noch, bislang konnte man sich nicht einigen.

Dabei geht es offenbar um eine zusätzliche Fläche, die für die Erschließung nötig ist. Das derzeit brach liegende Grundstück, auf dem gebaut werden soll, liegt direkt neben dem Autoshop „Bock“ und der Esso-Tankstelle. Wie bei anderen Schnellrestaurants ist ein „Drive In“ vorgesehen, man kann also mit dem Auto an einen Schalter fahren und sein Essen abholen, ohne auszusteigen. Das Restaurant hat insgesamt 350 Quadratmeter Nutzfläche und eine Terrasse mit einer Größe von 60 Quadratmetern. Innen entstehen 66 Sitzplätze. So zumindest war der damalige Stand.

Die Begeisterung von politischer Seite hielt sich damals allerdings in Grenzen. Die Stadtratsfraktionen von FWO und Grünen sowie ÖDP-Stadträtin Ulrike Girtner wollten die Entscheidung des Bauausschusses aufheben. Ein Grund: Das Gewerbegebiet am Hagn-Kreisel sollte damals ortsansässigen Unternehmen die Möglichkeit geben, vor Ort zu erweitern. An eine Systemgastronomie hätte damals kein Mensch gedacht. Die Grünen fürchteten außerdem, dass der Müll in der Landschaft entsorgt wird und der Verkehr noch mehr wird. Immerhin ist der Standort an einem Knotenpunkt an der B 471 günstig.

Von Seiten der SPD und der CSU kam wiederum heftiger Gegenwind in Richtung Anti-Fastfood-Bündnis, dem sie Willkür vorwarfen. Bei einem Griechen hätte es diese Diskussion nicht gegeben, sagte Karl Haschke (SPD) damals.

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