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Der SV Esting verklagt die Rentenversicherung.

Gang vors Sozialgericht könnte erst der Anfang sein

SV Esting klagt gegen Rentenversicherung

Olching – Der SV Esting verklagt die Deutsche Rentenversicherung. Es geht um nachgeforderte Versicherungsbeiträge.

Nachdem die monatelange Auseinandersetzung zwischen dem SV Esting und der Deutschen Rentenversicherung um nachgeforderte Rentenversicherungsbeiträge zu keinem für den Verein zufriedenstellenden Ergebnis geführt hat, hat der Vorstand des SV Esting jetzt Klage gegen die Deutsche Rentenversicherung vor dem Sozialgericht eingereicht.

Das bestätigte gestern der Vereinsreferent im Olchinger Stadtrat, Tomas Bauer. Er hat sich in den vergangenen Monaten für die Belange des SV Esting eingesetzt und wirft der Rentenversicherung vor, den Verein in die Irre geführt zu haben: „Man wurde fahrlässig in die Falle gelockt.“

Konkret geht es darum, dass der SV Esting rückwirkend für fünf Jahre 150 000 Euro an Sozialversicherungsbeiträgen an die Körperschaft des öffentlichen Rechts nachzahlen sollte. Grund für die Nachzahlung: Übungsleiter des Vereins, die bei vorangegangenen Betriebsprüfungen als selbstständige Mitarbeiter anerkannt worden waren, gelten plötzlich als Arbeitnehmer.

Das findet Bauer insofern ungeheuerlich, als man dem Verein bei einer zurückliegenden Betriebsprüfung die Selbstständigkeit der Übungsleiter noch ausdrücklich anerkannt habe. Zwar habe man dem Verein auch mitgeteilt, man werde diese Praxis überprüfen, gleichzeitig aber versprochen, man gebe Bescheid, wenn es Veränderungen gebe. Dies sei nicht geschehen, betont Bauer.

Zwar hat die Rentenversicherung ihre Forderung aufgrund eines Rechenfehlers im vergangenen Herbst bereits um 20 Prozent nach unten korrigiert. Doch der Verein will den Vorfall trotzdem nicht auf sich beruhen lassen. Nachdem man bereits kurz nach Bekanntwerden der Forderung Widerspruch eingereicht hat und dieser abgelehnt worden ist, geht man nun vor Gericht.

Die Chancen, vor dem Sozialgericht Recht zu bekommen, stuft Bauer als ziemlich gering ein. Für ihn ist diese Klage aber nur das Vorspiel vor einer möglicherweise mehr erfolgversprechenden juristischen Auseinandersetzung vor einem Zivilgericht: Mit der nun vollzogenen Klage vor dem Sozialgericht habe der Vereine alles unternommen, um die Nachzahlungen zu verhindern. Das sei die Voraussetzung, um eine Schadenersatzklage gegen die Verantwortlichen der Rentenversicherung einreichen zu können. (sw)

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