Bürgerversammlung

Estinger interessiert ganz Olching

Die Estinger sind offenbar zufrieden mit dem, was in ihrem Stadtteil passiert. Auf der Bürgerversammlung gab es vor allem Anmerkungen zur Situation in ganz Olching.

Esting Der Saal in der Gaststätte Amperlust war traditionell gut gefühlt. Nach dem einstündigen Vortrag von Bürgermeister Andreas Magg (SPD) fühlte sich die große Mehrheit offensichtlich gut informiert und schien zufrieden mit der Situation in ihrer Heimatgemeinde zu sein. Fragen speziell auf Esting bezogen, gab es kaum. Vielmehr interessierte die Estinger die Situation in der kompletten Stadt.

Robert Stolz etwa kritisierte, dass Fußgänger und Radler nicht sicher über die B 471 ins Geiselbullacher Gewerbegebiet gelangen könnten. Ihm entgegnete Magg: „Es gibt sichere Wege über die Palsweiser Brücke und den Kapellenweg.“ Allerdings kündigte er an, dass im Rahmen des Ausbaus der B 471 ein weiterer Zugang in den Gewerbepark für Radler und Fußgänger geschaffen werden soll.

Auf Nachfrage von Alois Spieldiener erfuhren die Estinger, dass der vordere Teil der alten Mittelschule Olchings in der Heckenstraße, in dem einige Zeit jugendliche Flüchtlinge untergebracht waren, abgerissen werden könnte. „Ich werde dies dem Stadtrat vorschlagen“, so Magg. Was dann dort entstehen soll, sei aber noch völlig offen. Das Gebäude, das den Hort beherbergt, das Schwimmbad und die Turnhalle blieben aber erhalten.

Spieldiener brachte auch das Thema Erdgastankstelle in die Diskussion ein, denn in Olching existiert bisher keine. Die Tankstellen vor Ort wären grundsätzlich bereit, eine solche zu schaffen, erläuterte der Bürgermeister. Doch die Herstellung sei extrem teuer. Daher wollten die Tankstellenbetreiber die Zahl der Erdgasautos in Olching wissen, und diese sei sehr gering, so Magg. Er räumte ein, dies sei das Henne-Ei-Prinzip: „Ich würde mir auch nicht so ein Auto kaufen, wenn es keine Tankstelle gibt“.

Rainer Saalfeld war bereits stolzer Eigentümer eines Erdgasautos. Doch als er sich einen neuen Wagen anschaffen musste, hat er sich nicht wieder ein Erdgasauto gekauft - wegen der fehlenden Tankstelle.

Eine weitere Idee hatte Stolz. Er regte an, in der Ortsmitte Olchings, möglicherweise auf dem Nöscherplatz, einen Trinkwasserbrunnen zu schaffen. “Das ist eine hervorragende Idee“, fand der Bürgermeister.

Stolz hatte aber auch noch eine kritische Anmerkung. Er habe nämlich im Rahmen einer Fernsehsendung erfahren, dass fair gehandelte Produkte nicht immer fair hergestellt worden sind. Pflückern fair gehandelten Tees würden weder Unterkünfte, noch sanitäre Einrichtungen oder Trinkwasser zur Verfügung gestellt werden.

„Ich glaube, dass es schwarze Schafe gibt“, sagte Magg. Er sei aber davon überzeugt, dass fair gehandelte Produkte schärfer kontrolliert würden als nicht fair gehandelte. Zudem wies er darauf hin, dass es wichtig sei, regionale Produkte zu kaufen. (sus)

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