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Beim gemeinsamen Kochen lernten die Olchinger Schüler die indische Küche kennen. Damit sie auch wussten, was sie essen, waren alle Gerichte beschriftet. Doch nicht nur kulinarische Genüsse lernten sie kennen.

Premiere

Exotik am Gymnasium Olching: Erster Austausch mit Indien

Bisher kannten die Olchinger Gymnasiasten die indische Kultur nur aus dem Fernsehen. Nun waren im Rahmen eines Schüleraustauschs zehn indische Jugendliche in Olching zu Gast.

Olching –  Es war der erste Besuch aus dem exotischen Land. Zwei völlig unterschiedliche Kulturen sind dabei aufeinandergetroffen. In bunten traditionellen Gewändern präsentierten die Gastschüler aus Gurgaon in der Nähe Neu Delhis typische Bräuche, Tänze und Lieder aus ihrer Heimat und brachten den Olchinger Schülern und Lehrkräften beim gemeinsamen Kochen die indische Küche näher. Im Gegenzug erfuhren die indischen Gäste allerlei Wissenswertes zur Stadt Olching sowie zu den politischen, wirtschaftlichen und sozialen Strukturen in Deutschland, bevor sie im Klassenzimmer den Unterricht an einem staatlichen Gymnasium in Bayern kennen lernten.

Dabei konnten bereits einige Unterschiede zwischen den beiden Nationen ausgemacht werden: „Aus Erzählungen der indischen Schüler über ihr Schulsystem wissen unsere Olchinger Schüler, dass es dort offenbar sehr viel starrer zugeht, und der schulische Leistungsdruck deutlich größer ist als bei uns“, erzählt Katharina Buchberger. Die Englischlehrerin initiierte den Austausch mit der indischen Partnerschule.

Ziel ist unter anderem die Begegnung mit der fremden indischen Kultur

Der eigentliche Anstoß für den Indienaustausch kam allerdings von den Schülern selbst. Im September vergangenen Jahres nahmen einige Gymnasiasten an dem internationalen Wettbewerb „Future Young Entrepreneurs“ teil. Die finale Wettbewerbswoche fand in Berlin statt. Dort lernten die Olchinger Schüler der indischen Amity International School in Gurgaon kennen, die siegreich aus dem Wettbewerb hervorgingen. „Das weckte das Interesse der Schüler“, erzählt Schulleiter René Horak. „Sie fragten sich zu Recht: Wie kann eine Schule in einem Entwicklungsland so leistungsfähig sein?“

Die Jugendlichen blieben miteinander in Kontakt, was den Schüleraustausch heuer ermöglichte. Ziel sei unter anderem die Begegnung mit der fremden indischen Kultur, festzustellen, was diese von der deutschen unterscheidet, aber auch was ähnlich ist, erläutert Horak. „Sehr wichtig ist für uns aber auch der sprachliche Austausch.“ Gerade zur Verbesserung der Sprachkenntnisse der Olchinger Schüler sei die Begegnung mit den Jugendlichen aus der indischen Partnerschule ideal, da Englisch dort Amtssprache sei. So könnten die Gymnasiasten sich auf hohem Niveau mit ihren Austauschpartnern verständigen und dabei gleichzeitig die unterschiedlichen Mentalitäten und Lebensweisen kennen- und verstehen lernen.

„Denn Indien ist ein unglaublich interessantes Land, dessen Besichtigung eine Bereicherung ist“, sagt Horak. Dementsprechend freudig erwarten die Olchinger auch den November: Vom 11. bis zum 19. brechen zwölf Schüler zu einem Schulbesuch nach Gurgaon auf.

von Stefanie Mayer

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