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Gemeinsam ans Werk: Eifrig bemalen die Kinder die neue Anlage in der Ordenslandstraße. Auch Bürgermeister Magg (3.v.r.) und Stadtwerke-Geschäftsfüher Falk-Wilhelm Schulz (2.v.r.) beteiligen sich an der Verschönerungsaktion.

Kinder bemalen neue Anlage

Fernwärme: Heizkraftwerk geht ans Netz  

Olching - Der Fernwärme-Ausbau im Olching läuft auf Hochtouren. Jetzt ist ein weiterer Puzzlestein hinzukommen: In der Ordendslandstraße wurde das neue Blockheizkraftwerk eingeweiht. Rund 400 Haushalte versorgt es mit Energie.

 Es sei ein sehr sichtbares Zeichen, dass etwas vorwärts geht. Olchings Bürgermeister Andreas Magg zeigte sich bei der offiziellen Eröffnung des Blockheizkraftwerkes (BHKW) an der Ordenslandstraße sehr zufrieden mit den Fortschritten beim Ausbau des Fernwärmenetzes. „Schließlich wollen wir regional dafür sorgen, dass die Energiewende gelingt“, sagte der Rathauschef. Das gelinge aber nur mit Versorgern, die vor Ort kundig seien und mit Bürgern, die mitziehen, so Magg.

Denn das Ziel ist ehrgeizig. Bis 2020 soll für 80 Prozent des Stadtgebietes ein Zugang zum Fernwärmenetz geschaffen sein. Das wiederum bedingt Bauarbeiten mit den entsprechenden Behinderungen für die Anwohner. „Immer rund 500 Meter jährlich mit den jeweiligen Seitenstraßen“, erläuterte Falk-Wilhelm Schulz, Geschäftsführer der Stadtwerke Olching. Das neue Blockheizkraftwerk, sei daher ein großer Schritt. Rund 400 Haushalte werden nach Angaben von Schulz nun versorgt, wobei der Geschäftsführer die Gebäudeanteile von Hecken- und Martinschule, zwei Kindergärten, das Rathaus, das Olchinger Feuerwehrhaus, das Kulturzentrum KOM und den Bauhof mit einberechnet hat.

Einer der nächsten größeren Ausbau-Abschnitte wird dann etwa 2018 die Hauptstraße im Stadtzentrum sein. Derzeit ist man im Gebiet des Gewerbeparks Geiselbullach zugange. Das erklärte Bürgermeister Magg dem Tagblatt auf Nachfrage. So nähere man sich langsam, aber stetig dem Zusammenschluss mit dem Fernwärmenetz des Gemeinsamen Kommunalunternehmens für Abfallwirtschaft (GfA) im Norden des Stadtgebietes. Für Stadtwerke-Geschäftsführer Schulz „ist sehr es wichtig, dass wir die Versorgung anbieten können, wenn sie vom Bürger benötigt wird.“ Ansonsten sei man dann angesichts der Modernisierunsintervalle bei Heizung beim Kunden für viele Jahre wieder außen vor.

Im Juni vergangenen Jahres war der Spatenstich für das neue BHKW an der Ordenslandsstraße erfolgt. Insgesamt rund zwei Millionen Euro kostete das Projekt, einschließlich des Verlegens für die rund 2,7 Kilometer Leitungen.

Begleitet wurden die Bauarbeiten von den neugierigen Beobachtern des benachbarten Kindergartens Liedermaus. „Kinder lieben Bagger und Baustellen“, hatte Bürgermeister Magg beim Spatenstich gesagt. Bei der Einweihung durften nun die Mädchen und Buben der Einrichtung die Front des Heizkraftwerkes bemalen – und zwar, die die zu ihrem Gebäude hin zeigt. Eine zweite Wand war den Stadträten vorbehalten. So schwangen alle eifrig die Pinsel und bemalten die weißen Wände.

Andere Stadtgebiete sind bereits mit einem BHKW versorgt wie etwa das Schwaigfeld. Die Anlage an der Ordenslandstraße in Olching ist mit einem Pufferspeichervolumen von 10 000 Liter ausgestattet und soll nach Auskunft von Stadtwerke-Techniker Markus Hettich auf rund 6000 Betriebsstunden im Jahr kommen. Wie er erläuterte, sei ein regelmäßiger Einsatz des Blockheizkraftwerks unter anderem für dessen Lebensdauer wichtig. Ein ständiges Abschalten und wieder Hochfahren der Anlage stünde dem entgegen.

von Hans Kürzl

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