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Feuer frei für die Faschingssaison: Das frisch gebackene Olchinger Prinzenpaar Marion III. und Markus III. bei der Premiere des Showprogramms „Feuer und Eis“ in der Mehrzweckhalle der Mittelschule.

Inthronisation

Feuriger Auftakt für das neue Olchinger Prinzenpaar

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Mit einer spektakulären Show läutete das neue Olchinger Prinzenpaar Marion III. und Markus III. seine närrische Herrschaft offiziell ein. Das Showprogramm der Faschingsgilde  feierte Premiere.

Olching – Der Olchinger Fasching wird rockig-kernig in dieser Saison, feurig heiß und unheimlich cool. Das ist schon allein dem Motto des 25-minütigen Showprogramms der Faschingsgilde (FGO) geschuldet: „Das Spiel von Feuer und Eis“. Die Showtanzgruppe „Spirit of Motion“ präsentierte es zum ersten Mal bei der Inthronisation des Prinzenpaares Marion III. und Markus III in der Mittelschule. Prinz Markus Medele sagte: „Wir fühlen beide Elemente so tief in uns.“

Die Faschingsgilde hat alles aufeinander abgestimmt. Die Inszenierung wurde von pyrotechnischen Elementen begleitet. Die Kostüme wurden in so kontrastreichen Farben wie selten zuvor gewählt – von eisigem Blau bis ins feurige Rot. „Das war natürlich dem Motto geschuldet“, erklärte Hofmarschall Guido Amendt. Doch bei aller brachialer Kraft und den starken Kontrasten, die trotzdem tänzerisch zu einer Einheit verschmolzen, gab es auch noch Platz für Emotionen.

Mit Schwung und Freude zeigte die Showtanzgruppe „Spirit of Motion“ ihr neues Programm.

„Es ist etwas sehr Besonderes, Prinzessin zu sein“, sagte Marion Hofbauer. Sie empfindet ihren Eltern gegenüber tiefe Dankbarkeit für deren Unterstützung. Das dürfe man auch offener Bühne ausdrücken, betonte die Faschingsprinzessin. Und: „Da darf man schon ein paar Tränen kullern lassen.“ Hofbauer ist selbst Mutter von Zwillingen und nach acht Jahren zur FGO zurückgekehrt.

Bilder von der  Inthronisationsfeier in Olching

Prinz Markus III. teilte ihre Aufregung. Proklamation im internen Kreis und Inthronisation vor 700 Besuchern seien doch sehr verschiedene Hausnummern. Am Ende der Show sei man aber nur noch stolz, wenn der Applaus kommt. Oder kurz und knapp in bestem Bairisch: „I g’frei mi.“ Das gilt auch für die rund 70 Auftritte, die anstehen, nicht nur mit der Showtanzgruppe.

Viel Lob für die Faschingsgilde Olching

Begeistert zeigte sich auch Bürgermeister Andreas Magg, der das Regiment symbolisch an die närrischen Monarchen übergab: „Ihr macht mich immer glücklich.“ Er lobte die FGO dafür, dass es ihr gelang, aus einer Mehrzweckhalle einen Ballsaal zu zaubern. Das Motto passe zudem perfekt zu den Wetterverhältnissen. Launig spielte Magg den Ball Pfarrer Josef Steindlmüller zu: „Für das Eis – mit Verlaub – ist Ihr Vorgesetzter zuständig.“

Steindlmüller berichtete, dass er bei der Inthronisation vor mehr Menschen rede als bei der Abendmesse kurz zuvor. Dort habe er über goldene Steaks gesprochen. Den Seitenhieb auf Bayern-Star Frank Ribéry, der ein solches verspeist und das in den sozialen Medien verbreitet hatte, verband Steindlmüller mit der Anmerkung: „Die Heiligen Drei Könige haben ihr Gold mit der Geste des Schenkens verknüpft“. Aber auch die Fähigkeit, die Menschen gut zu unterhalten, sei ein Geschenk, sagte Steindlmüller in Richtung FGO.

Rote Kostüme für Feuer, blaue Kostüme für Eis: Die Tänzer der Faschingsgilde Olching lassen die Gegensätze in der Choreographie verschmelzen.

Deren Präsidentin Martina Klein entgegnete: „Es ist schön, wenn wir Träume wahr werden lassen können.“ Die Übergabe der Insignien der Faschingsregentschaft an ein neues Prinzenpaar sei für sie stets ein großer Moment. Marion III. und Markus III. erlebten das als insgesamt 49. Olchinger Prinzenpaar. Hofmarschall Amendt wies noch auf das Jubiläum im nächsten Jahr hin. Amendt weiß selbst allzugut, wie sich so eine symbolische Zahl anfühlt: „Ich war der 25. Prinz.“ Die lange Reihe der Olchinger Prinzenpaare hatte in der Kolpingfamilie ihren Anfang, daraus ging dann die FGO hervor.

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