Fast so etwas wie ein Markenzeichen des Vogelparks: Nandu-Hahn Max ist tot. Er lebte über 20 Jahre in Olching. 

Debatte um Zuschüsse entbrannt

Finanzspritze für den Vogelpark

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Der Olchinger Vogelpark hat finanzielle Probleme. Die Einnahmen gehen zurück, aber es stehen wichtige Sanierungsmaßnahmen an. Die Stadt will dem Verein helfen. Doch die Frage ist: Wie?

Olching – Tigerfinken, Kraniche, Schneeeulen oder Papageien fiepen, zwitschern und krähen auf einem etwa 20 000 Quadratmeter großen Areal an der Amper. Besucher können rund 600 Vögel (150 Arten) beobachten. Fast 1000 Menschen liefen an den Osterfeiertagen durch den Vogelpark. Es ist ein Paradies für Ornithologen, aber auch ein beliebter Ausflugsort für Familien und Schulklassen. Eine gute Werbung für die Stadt, meinen einige Kommunalpolitiker. „Der Vogelpark hat einen Wert“, sagte Tomas Bauer (CSU) im Hauptausschuss.

Doch seit einigen Jahren hat der Betreiber, der Vogelliebhaberverein, mit finanziellen Einbußen zu kämpfen. Die Einnahmen seien zurückgegangen, heißt es. Einerseits klagt der Verein über rückläufige Spenden und Mitgliederzahlen wegen des Streits mit dem Landratsamt. Andererseits sei die Qualität im Park gestiegen. Das heißt, es gebe mehr interessantere Arten als früher, sagt Vereins-Vize Karin Wagner auf Nachfrage. Das kostet. Hinzu kommen laufende und anstehende Sanierungsmaßnahmen.

Aus diesem Grund hat der Verein die Eintrittspreise und Mitgliedsbeiträge erhöht. Die Stadt hat für den Vogelpark einen Zuschuss von 24 000 Euro vorgesehen, verteilt auf die Jahre 2017 bis 2019. Nun braucht der Verein einen Teil des Geldes. Grund sind Reparaturen an Grünanlagen, Zäunen und Volieren. Der Ausschuss stimmte mehrheitlich zu, das mit fast 4000 Euro zu bezuschussen. Die CSU stimmte dagegen. Grund ist, dass in der Sitzung eine Diskussion über Zuschussrichtlinien für Vereine entbrannt war. Denn nach Ansicht von Vereinsreferent Bauer ist der Vogelliebhaberverein weder ein Sport- noch ein Kulturverein. Er forderte einen regelmäßigen Zuschuss, „unabhängig davon, was im Einzelfall finanziert wird“. Bauer nannte 3500 Euro.

Das würde bedeuten, dass der Verein der Stadt zwar regelmäßig über Aktivitäten berichten, aber keine Anträge mehr stellen müsste, um Geld von der Stadt zu bekommen. Beim Verein begrüßt man den Vorstoß. „Das würde den Verwaltungsaufwand reduzieren“, sagt Kassier Helmut Wagner auf Nachfrage.

Die anderen Fraktionen im Hauptausschuss wollten dem CSU-Vorschlag allerdings nicht zustimmen. Finanzreferentin Marina Freudenstein (SPD) sprach von einem „Schnellschuss“. Der Verein hätte doch bis 2014 nie finanzielle Probleme gehabt. Das sei kein Fall, „um mal schnell die Zuschussrichtlinien über den Haufen zu werfen“. Ähnlich sahen das Ingrid Jaschke (Grüne) und Ewald Zachmann (FW). Letzterer machte dann den Vorschlag, auf den sich alle einigen konnten. Demnach soll die Verwaltung prüfen, in welcher Form und in welcher Höhe die Stadt eine regelmäßige Finanzspritze gewähren könnte. Wenn Zahlen und Daten vorliegen, wollen sich die Stadtpolitiker erneut damit befassen.

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