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Feierten fünf Jahre „Willkommen im Leben“: (v.l.) Susanne Frauwallner, Katrin Rizzi und Dorothee von Bary Foto: Kroher

Festakt

Fünf Jahre Willkommen im Leben

Die Kulturwerkstatt am Olchinger Mühlbach war als Veranstaltungsort nicht zufällig ausgewählt worden: Denn hier in Olching fing die Geschichte der Initiative „Willkommen im Leben“ an, die mit einem kleinen Festakt ihr fünfjähriges Bestehen feierte.

Olching – Die ersten Schritte unternahm nämlich der Olchinger Verein „Schub“, der sich eigentlich für einen guten Übergang von der Schule ins Berufsleben einsetzte. Mithilfe der „Aktion Mensch“ konnten sie ihr Programm erweitern und boten ab 2010 Hilfe für Eltern mit ihren neugeborenen Kindern an. Als diese Finanzierung auslief, übernahm die Bürgerstiftung. Seit fünf Jahren ist das Projekt nun dort beheimatet und wird deshalb vor allem mit Mitteln des Landkreises finanziert.

Die zehn Mitarbeiter von „Willkommen im Leben“ besuchen Eltern mit Kindern im Alter von bis zu einem Jahr und helfen ihnen beim Meistern der neuen Alltagssituation: Sie beantworten Fragen zur gesunden Ernährung, einem guten Umfeld und Austausch mit anderen Vätern und Müttern. Doch Katrin Rizzi und ihr Team helfen auch bei Behördengängen, Formularen und der Beantragung finanzieller Unterstützung.

Die Projektleiterin ist vom Ansatz des Konzepts überzeugt: „So früh mit der Unterstützung zu beginnen, ist sehr wichtig“, erklärt Rizzi, „denn die kleinen Dinge ganz am Anfang können später zu großen Problemen werden“. Oft gehe es aber auch darum, zu beruhigen: „Eltern lesen in einem Ratgeber, dass ihr Kind diese Fähigkeit zu jenem Zeitpunkt haben muss. Wir bremsen dann oft und sagen: Alles ist ganz normal.“ 221 Familien haben die Helfer 2017 betreut mit steigender Tendenz. Viele kommen auch durch die Vermittlung des Landkreises zu ihnen.

Eine Partnerschaft, über die man nur froh sein könne, bekräftigt Stephanie Deimhard, die im Landratsamt die Abteilung für Kultur, Soziales und Kommunalwesen leitet und am Festabend Landrat Karmasin vertritt. „Wir können stolz sein, dass so viele Familien hier begleitet wurden“, bekundet die 29-Jährige. Außerdem freue sie sich über die „gute Zusammenarbeit mit den Jugendämtern.“ Und auch, dass so viele geflüchtete Familien am Programm teilnehmen, sei eine große Leistung, unterstreicht Deimhard. Rund die Hälfte der Arbeit spiele sich inzwischen schon in der Einrichtung am Fliegerhorst ab.

In ihrer Rede bedankt sich auch Dorothee von Bary, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung, für den unermüdlichen Einsatz der Betreuer, der auch vor Wochenenden nicht haltmache. Auch sie betont die Bedeutung der hier verrichteten präventiven Arbeit: „Jeder Euro in solch eine frühe Hilfe lohnt sich“, ist sie überzeugt. Ein späterer Ansatz komme dann oft zu spät. Und koste den Staat deutlich mehr Geld.  gfk

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