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Die jungen Gesichter der GfA in Geiselbullach: Die Auszubildenden Rewend Ali, Nico Bernthaler, Niklas Hupfer und Felix Talmer haben ein Video gedreht, in dem sie für ihre Branche kräftig die Werbetrommel rühren. 

Imagefilm

So cool ist eine Lehre in der Entsorgungs-Branche

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Die Müllverbrennungsanlage Geiselbullach will ihr Image als Ausbildungsstätte aufpolieren. Und wer könnte das besser als die jungen Azubis selbst? Die haben nun ein Video gedreht, in dem sie die besten Seiten ihrer Arbeit zeigen. Dafür gab es nun sogar einen Preis.

Geiselbullach – Eine Berufsausbildung in der Müllverbrennungsanlage? Das klingt auf den ersten Blick nicht gerade einladend. Um mit diesem Vorurteil aufzuräumen, hat die GfA in Geiselbullach neue Wege beschritten: Sie hat ihre Azubis Rewend Ali, Nico Bernthaler, Niklas Hupfer und Felix Talmer ein Image-Video drehen lassen. „Auch wir haben Probleme, Fachkräfte zu rekurtieren“, sagt GfA-Geschäftsführer Thomas König. „Das gilt auch für die Auszubildenden.“

Industriemechaniker und Elektroniker für Betriebstechnik bildet die GfA aus. Und im kommenden Jahr auch Mechatroniker. An der Bezahlung liege es weniger, dass es schwer ist, die Plätze zu besetzen. Auch nicht an der früher problematischen Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr. „Die ist inzwischen gegeben.“

Vielmehr habe die Müll-Branche nach wie vor ein Image-Problem. „Vor diesem Hintergrund haben wir überlegt, wie wir für die Jugend attraktiver werden können“, sagt König.

Die erste Erkenntnis: Man sollte die Jugend vorschicken. „Es hat noch nie funktioniert, wenn Menschen wie ich aus der Generation 60 plus jugendlich wirken wollen.“ Die zweite Erkenntnis: Die Jugend erreicht man am besten über die sozialen Medien, und dort wirken vor allem Videobeiträge.

In der Kombination hieß das nun: Die GfA lässt ihre Azubis ein Video drehen, in dem die Sprache der Jugend gesprochen wird. „Nahezu alle Erwachsenen aus der GfA haben sich herausgehalten, wir haben den Jugendlichen völlige Freiheit gelassen“, berichtet König. Er selbst hat nur einmal helfend eingegriffen, als es um die Auswahl einer Produktionsfirma für das Video ging. „Ich kannte die Firma Maple Marketing aus Puchheim, da diese auch schon Projekte für die Stadtwerke Olching realisiert hat.“

Ali, Bernthaler, Hupfer und Talmer bekamen ein eigenes Budget zur Verfügung gestellt. Mit dem durften sie völlig eigenverantwortlich umgehen. „Wir wollten ihnen bewusst nicht ständig über die Schulter schauen“, sagt König.

Dieses Vorgehen war offenbar erfolgreich. Nicht nur, dass die Puchheimer Produktionsfirma für das Video den Deutschen Agenturpreis gewonnen hat. Auch die Jugendlichen seien an dem Projekt sehr gewachsen, so König. Ali und Hupfer haben mittlerweile die Ausbildung beendet beziehungsweise sich beruflich anderweitig orientiert.

Bernthaler und Talmer sind nach wie vor bei der GfA und hoffen darauf, dass ihr Werbevideo Wirkung zeigt. Ob das der Fall ist, wird sich wohl erst in der Zukunft anhand der Zahl der künftigen Bewerber zeigen. Generell sei es schwierig, den Erfolg eines Videos zu messen, sagt König. Dass es positiv wahrgenommen wird, zeige die Prämierung mit dem Deutschen Agenturpreis. Außerdem berichtet König, dass er auch aus seinem beruflichen Umfeld viel Lob dafür bekommen hat: „Es heißt, es sei eines der besten Videos, um unsere Berufe attraktiv darzustellen.“ Die Produktion durch die Azubis bezeichnet er als Leuchtturmprojekt.

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