Fataler Trikot-Tausch

Beleidigter Schiri zeigt falschen Spieler bei der Polizei an

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Wegen eines falsch ausgefüllten Spielberichtsbogens wäre ein völlig unschuldiger Fußballer des TSV Geiselbullach beinahe vor dem Strafrichter gelandet.

Geiselbullach – Der Schiedsrichter hatte ihn nach einem Testspiel am Sonntag wegen Beleidigung bei der Olchinger Polizei angezeigt. Erst nach Tagblatt-Recherchen stellte sich heraus: Der Übeltäter war ganz ein anderer.

Als „geistig behindert“ hatte ein in der TSV-Reserve kickender Spieler in der 70. Minute den für das Testspiel gegen Obermenzing eingeteilten Schiedsrichter Silvio F. bezeichnet. Der jetzt für 1860 München pfeifende, früher beim SV Althegnenberg gemeldete Referee zückte die Rote Karte, verglich die Rückennummer 11 des Sünders mit dem auf dem Spielberichtsbogen aufgeführten Namen, eilte nach dem Schlusspfiff zur Olchinger Polizeiinspektion und erstattete Strafanzeige wegen Beleidigung. Der Vorgang wurde routinemäßig aufgenommen, die Namen protokolliert und ein Verfahren eingeleitet.

24 Stunden später stellte sich heraus: Der Schiri hat den Falschen angezeigt, weil TSV-Trainer Michael Range vor dem Spiel noch mal die Trikots einiger seiner Schützlinge getauscht hatte, das aber nicht im bereits ausgefüllten Internet-Spielbogen vermerkt. So wurde Valentin Z., der angeblich die Nummer 11 getragen haben soll, zum unschuldigen Sündenbock.

Nachdem der Irrtum publik wurde, eilte Range noch am Montagnachmittag zur Polizei, stellte die Sachlage richtig und offenbarte auch den wahren Namen des Sünders. Denn: „So eine Beleidigung geht gar nicht.“ Polizeisprecher Herbert Kanz will das Problem nun mit einer Gegenüberstellung lösen. Neben einem Strafverfahren wartet auf den Beleidiger noch eine Sperre vom Sportgericht.

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