Ganztagsschule beschäftigt Estinger

Esting – Besonders kritisch sehen die Estinger die Entwicklung in ihrem Stadtteil nicht. Ein paar Sorgen haben sie aber dennoch.

 Bei der Grundschule des Stadtteils sieht Bürgermeister Andreas Magg die Zukunft einigermaßen geschmeidig. Die Zahlen für die Mittagsbetreuung lassen hoffen, dass kein allzu großer Engpass entsteht. „In Esting mache ich mir am wenigsten Sorgen“, sagte Magg auf der eher durchschnittlich besuchten Bürgerversammlung.

Schulbetreuung

Dennoch forderte Kai Tiftik die Stadt auf, nachzulegen. Man müsse insbesondere bei der Ganztagsbetreuung auf alle Entwicklungen vorbereitet sein, so der Estinger. Die Prognosen zu den Schülerzahlen zeigen laut Magg, dass die Lage in der Schule im Vergleich zu anderen Einrichtungen relativ entspannt sei. „Die Plätze in der Mittagsbetreuung reichen bis zur dritten Klasse gut aus“, sagte Magg. Plätze für Viertklässler werden aber nicht ausdrücklich angeboten.

Auf Nachfrage des Tagblatts erklärte Magg dazu, dass Schüler der vierten Klassen meist schon deutlich andere Interessen hätten als Erst- und Zweitklässler. Das passe dann in der Mittagsbetreuung altersmäßig nicht mehr so zusammen. Dennoch könnten im Bedarfsfall auch Viertklässler die Mittagsbetreuung nutzen, wenn es seitens der Eltern gewünscht oder sogar erforderlich sei. „Eine Lösung werden wir immer finden, wenn es notwendig ist“, so Magg.

S-Bahnhof

Eine elektronische Anzeigentafel für die Zugfolge im Bereich des Estinger S-Bahnhofes vermisste Knut Titze. „Die Durchsagen allein sind oft sehr schwer zu verstehen“, beklagte sich Titze auf der Versammlung. Bürgermeister Magg sagte Unterstützung zu, wies aber darauf hin, dass ein Kontakt zur Bahn oft nur schwer aufzubauen sei. Am Bahnhof habe man eine solche Anzeigetafel. „Sie funktioniert, manchmal“, informierte der Rathauschef. Er erläuterte, dass aber auch am Olchinger Bahnhof, nicht alle nachvollziehbaren Wünsche erfüllt würden. „Wir versuchen dort schon lange vergeblich, einen zweiten Fahrkartenautomaten zu bekommen“, so Magg.

Radwege

Mit einem Lob begann Helmut Scheiner. „Danke für den tollen Fahrradweg nach Emmering.“ Er verband dies aber mit dem Hinweis, „dass wir es hoffentlich auch mal bis Gernlinden schaffen“. Bürgermeister Magg entgegnete, dass ein zweiter Radweg derzeit nicht in Aussicht gestellt werden könnte. Als Grund gab er planerische Bedenken wegen der Bundesstraße 471 an. Planer würden nur ungern Berührungspunkte zwischen Radwegen und Bundessstraßen schaffen. Locker lassen aber wollte Scheiner nicht. „Wenn die Bundesstraße einmal ausgebaut wird, sollte man schon noch einmal an den Radweg denken“, forderte Scheiner von der Stadt. (hk)

Filmkulisse

Das Olchinger Rathaus war die Kulisse für „Willkommen in Hindafing“. In der Serie des Bayerischen Rundfunks, die wohl im Frühjahr 2017 ausgestrahlt wird, werde sich laut Magg wahrscheinlich auch Esting wieder erkennen können. Im Rathaus sind auch Bilder mit Estinger Motiven angebracht. Magg konnte sich vorstellen, dass man sie auch im Fernsehen wieder sieht.

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