Alarm im Getränkemarkt: Die Feuerwehr muss ein qualmendes Elektrogerät ins Freie bringen, um die Gefahr zu bannen. 

Alarm ignoriert

Feuermelder schlägt in Getränkemarkt Alarm - Kunden gehen seelenruhig weiter einkaufen

  • schließen

Ein Feuermelder schlug in einem Getränkemarkt in Geiselbullach Alarm. Manche Kunden ließen sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen - und gingen weiter einkaufen.

  • In Geiselbullach schlug ein Feuermelder in einem Getränkemarkt Alarm.
  • Die Feuerwehr rückte an.
  • Währenddessen gingen Kunden weiter seelenruhig einkaufen.

Geiselbullach –  Bei einem Feueralarm sollte man alles stehen und liegen lassen und das Gebäude verlassen. Das bekommt man zumindest in der Schule beigebracht. Doch wie das so ist mit Dingen, die man in der Schule lernt – ist die Paukerei einmal zu Ende, gerät viel des Erlernten schnell in Vergessenheit. Das musste jetzt auch – einmal mehr – die Geiselbullacher Feuerwehr feststellen.

Feuermelder schlägt in Getränkemarkt Alarm: Kunden gehen seelenruhig weiter einkaufen

Die Brandbekämpfer aus dem Olchinger Stadtteil waren am frühen Donnerstagnachmittag zu einem Getränkemarkt beordert worden. Dort hatte die Brandmelde-Anlage ausgelöst. Die Retter machten sich in Windeseile auf zur Einsatzstelle. Vor Ort angekommen stieg ihnen bereits der Geruch von Rauch in die Nase. Auch durch den Markt waberten die giftigen Gase bereits. Und der Rauchmelder gab sein Bestes.

Doch das war offenbar nicht genug. Viele Kunden spazierten seelenruhig weiter durch den Markt und setzten ihren Einkauf fort. Das berichtet Geiselbullachs Feuerwehr-Kommandant Tim Pelzl. „Wir mussten die Leute rausschicken“, so der Chef-Feuerwehrmann.

Kunden gehen trotz Alarm weiter einkaufen: Kein Einzelfall

So unverständlich das Verhalten der Kunden für den erfahrenen Brandbekämpfer ist – gewundert hat es ihn nicht. „So etwas kommt immer wieder vor“, sagt Pelzl. Er können sich an Unternehmen erinnern, in denen trotz Feueralarm einfach weitergearbeitet wurde. Auch Vereins-Sportler in Turnhallen würden sich durch den schrillen Warnton manchmal nicht aus der Ruhe bringen lassen und ihre Partie fortsetzen. „Die Leute sehen kein Feuer und schließen daraus, dass keine Gefahr droht“, sagt Pelzl.

In dem Geiselbullacher Getränkemarkt hat übrigens ein Elektrogerät gequalmt. „Der Rauchmelder hat ausgelöst, die Anlage hat super funktioniert“, so Pelzl. Die Einsatzkräfte trugen das qualmende Gerät ins Freie und bannten so die Gefahr. Nur die Adressaten des Alarms haben nicht funktioniert, wie sich die Feuerwehr das wünscht. Pelzl: „Ich habe den Leuten dann geraten, sich an ihre Schulzeit zu erinnern.“  tog

Auch interessant: Der Blaulichtticker für die Region FFB. Alle Nachrichten aus Fürstenfeldbruck lesen Sie immer bei uns.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Wegen Corona: Weihwasser muss aus einigen Kirchen verschwinden
Die Angst vor dem Coronavirus macht auch vor den Kirchen nicht halt. Die Deutsche Bischofskonferenz hat jetzt Empfehlungen ausgegeben, wie die Bistümer mit der …
Wegen Corona: Weihwasser muss aus einigen Kirchen verschwinden
Blaulicht-Ticker: Auto stößt gegen Zaun und kippt um
Rund um die Uhr sind Polizei und Feuerwehr im Landkreis Fürstenfeldbruck einsatzbereit. Wohin sie unterwegs sind und warum, erfahren Sie im Blaulicht-Ticker.
Blaulicht-Ticker: Auto stößt gegen Zaun und kippt um
Wer wird Herrscher über die Brucker Lande? Sieben Bewerber für das Amt des Landrats
Sieben Kandidaten bewerben sich bei der Kommunalwahl um das Amt des Landrats – darunter der Amtsinhaber. Und der möchte Herrscher über die Brucker Lande bleiben – nicht …
Wer wird Herrscher über die Brucker Lande? Sieben Bewerber für das Amt des Landrats
Wieder etliche Einsätze: Sturm Bianca fordert die Feuerwehr
Jede Woche ein neuer Sturm: Nach Sabine, Victoria und Yulia hat in der Nacht auf Freitag Tief Bianca im Landkreis gewütet. 30 Mal musste die Feuerwehr ausrücken. Zum …
Wieder etliche Einsätze: Sturm Bianca fordert die Feuerwehr

Kommentare