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Der Amperverband investiert heuer mehr als 30 Millionen Euro. Die größten Posten sind das neue Gebäude des Verbandes auf dem Gelände der Kläranlage in Geiselbullach (Foto), neue Leitungen sowie die Klärschlamm-Verarbeitung. 

Mehr als 30 Millionen Euro

Amperverband investiert ohne neue Schulden

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Der Amperverband (AV) investiert heuer mehr als 30 Millionen Euro. Die größten Posten sind das neue Gebäude des Verbandes auf dem Gelände der Kläranlage in Geiselbullach, neue Leitungen sowie die Klärschlamm-Verarbeitung. 

LandkreisFinanziert werden sämtliche Investitionen aus der eigenen Tasche – bis 2021 ist keine neue Verschuldung geplant. „Kostenmäßig liegen wir weiter gut“, sagte der Vorsitzende Frederik Röder in der Verbandsversammlung.

Rund 13,7 Millionen soll der Bau des neuen Gebäudes an der Kläranlage einschließlich eines Parkhauses kosten. Im September soll er fertig gestellt sein. Um sein Leitungsnetz zu erneuern, nimmt der Amperverband heuer rund 19 Millionen Euro in die Hand. „Das geschieht zum Teil vorausschauend, um noch höhere Kosten zu vermeiden“, erläuterte Friedrich Popp, der für die Betriebsversorgung der Wassertechnik zuständig ist. So wurden alle 61 Pumpwerke im Verbandsgebiet untersucht, das Germering, Olching und Puchheim sowie die Gemeinden Alling, Eichenau, Gauting, Gilching, Gröbenzell, Maisach und Weßling umfasst. Dringender Handlungsbedarf zur Behebung von Mängeln wurde bei insgesamt fünf Pumpwerken festgestellt.

Zudem wird für etwa eineinhalb Million Euro die Klärschlammverarbeitung modernisiert. Daniela Gerstner als Leiterin der Betriebs- und Prozesstechnik erläuterte den Verbandsräten, dass das bisherige Vorgehen die Mitarbeiter belastet und zudem viel Maschinenaufwand beinhalte. So kommen Umschichtungsarbeiten von angeliefertem Klärschschlamm regelmäßig auch an Wochenenden vor.

Allerdings gestand der Verbandsvorsitzende Röder, dass der Anschlussgrad bei der Kanalisation mit 99,2 Prozent im Verbandsgebiet seine Grenze erreicht habe. „Es gibt kleine ländliche Ecken, wo sich das Verhältnis von Kosten und Nutzen nicht rechnet“, erläuterte Röder der Verbandsversammlung. Biologische Kleinkläranlagen würden jedoch an diesen Stellen für eine gute Lösung sorgen.

Solche Maßnahmen auch für die Bevölkerung besser sichtbar und nachvollziehbar machen will der AV mit einer neuen Internetseite. „Die verkörpert nicht nur den Zeitgeist, sondern passt sich auch mobilen Endgeräten automatisch an“, versprach Röder. Der AV werde also smart. Damit wolle man die junge Generation an den Tätigkeitsbereich des AV heranführen. „Umweltbildung soll ein Kerninhalt der neuen Homepage sein“, sagte Röder abschließend.

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