Einsatz im Wasser: Die Geiselbullacher Feuerwehr musste vielerorts die Pumpen anwerfen. 
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Einsatz im Wasser: Die Geiselbullacher Feuerwehr musste vielerorts die Pumpen anwerfen. 

Feuerwehr im Dauereinsatz

Gewitter: Starkregen drückt Fäkalien in Wohnung

  • Tobias Gehre
    vonTobias Gehre
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Die Feuerwehren waren am Mittwochabend im Dauereinsatz: Das Gewitter hat teils heftige Spuren hinterlassen - und auch eklige. 

Landkreis – Geflutete Keller, eine übergelaufene Toilette, umgestürzte Bäume, überschwemmte Straßen: Das Gewitter am Mittwochabend hat in und um Olching seine Spuren hinterlassen.

Zu insgesamt 16 Einsätzen musste die Olchinger Feuerwehr ausrücken. Die wohl unangenehmste Aufgabe hatten die Helfer in einer Wohnung zu bewältigen. Dort war, offenbar durch einen Rückstau im Kanal, Abwasser durch die Toilette gequollen. Zwar war das Problem an sich schnell behoben, sagt Kommandant Josef Gigl. Doch wegen der Fäkalien mussten die Helfer ihre Ausrüstung im Anschluss besonders gründlich reinigen – rund zwei Stunden waren die Feuerwehrleute nach den Einsätzen damit beschäftigt.

Gewitter im Landkreis Fürstenfeldbruck: Teure Medikamente in Gefahr

Schnell gehen musste es bei einem Wassereinbruch in einer Apotheke. Dort drohte das Wasser, teure Medikamente unbrauchbar zu machen. Deshalb eilten die Retter mit Blaulicht zum Einsatzort. Das Schlimmste konnten sie so verhindern.

Auch die Geiselbullacher Feuerwehr musste ausrücken. In dem Olchinger Stadtteil waren ebenfalls Keller vollgelaufen und Straßen überflutet. Insgesamt waren dort rund 30 Retter im Einsatz. In einem Anwesen wurde der Wassereinbruch erst am Donnerstagmorgen bemerkt – was einen weiteren Einsatz für die Helfer nach sich zog.

Gewitter im Landkreis Fürstenfeldbruck: Bahnunterführung wieder überflutet

Die Bahnunterführung in Esting hatte es ebenfalls erwischt. Das Bauwerk stand knapp 30 Zentimeter unter Wasser berichtet die Kommandantin der örtlichen Feuerwehr, Bianca Nierlein. Das kühle Nass wurde abgepumpt – ebenso aus einer Tiefgarage. „Insgesamt sind wir noch glimpflich davon gekommen“, sagt die Feuerwehr-Chefin.

So sieht es auch Thomas Forstner, Kommandant der Wehr in Rottbach. Die Helfer sperrten die Ortsverbindungsstraße nach Deisenhofen, weil dort das Wasser zu hoch stand.

Dass der Starkregen des Gewitters so viele Straßen und Gebäude geflutet hat, liegt nicht nur an den Regenmengen selbst. Durch die Niederschläge der vergangenen Tage sind die Böden vielerorts mit Wasser komplett gesättigt. Das bedeutet, sie können kein weiteres Wasser aufnehmen.Der Regen vom Mittwochabend floss so hauptsächlich an der Oberfläche ab – und eben auch in Keller oder Unterführungen

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