Olchinger Bürger setzen sich im sozialen Netzwerk Facebook für die Rückkehr ihres Hermes-Paketboten ein.
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Olchinger Bürger setzen sich im sozialen Netzwerk Facebook für die Rückkehr ihres Hermes-Paketboten ein. (Symbolbild)

„Er ist ein Goldschatz“

Bürger kämpfen mit Facebook-Aktion um ihren Paketboten - „So sollte niemand mit jemand umgehen“

Zahlreiche Olchinger kämpfen auf Facebook darum, ihren geliebten Paketboten zurückzubekommen. Sein Arbeitgeber macht ihnen jedoch wenig Hoffnung.

Olching - Eine ungewöhnliche Aktion macht gerade im sozialen Netzwerk Facebook von sich reden. Dort werden die Olchinger dazu aufgerufen, sich per E-Mail dafür einzusetzen, dass ein Hermes-Paketfahrer weiter seine Tour durch die Stadt drehen darf.

Der Bote musste Olching nämlich verlassen und liefert jetzt in Augsburg Pakete aus. Susanne Leischwitz ist eine der Olchingerinnen, die den Paketfahrer schmerzlichst vermisst. „Er ist ein Goldschatz“, schwärmt die 45-Jährige. Gleichgültig wie stressig seine Arbeit, wie ekelhaft das Wetter sei: „Er hat immer ein nettes Wort“, schwärmt sie.

Olching: Paketfahrer verabschiedet sich mit Tränen in den Augen

Er kannte sich gut aus in Olching. Er wusste, bei wem er wo ein Paket ablegen kann, wenn niemand zu Hause ist. Doch vor wenigen Tagen habe er mit Tränen in den Augen vor ihrer Tür gestanden und habe erklärt, heute komme er zum letzten Mal, ab morgen werde er im Augsburger Raum eingesetzt.

Susanne Leischwitz ist entsetzt über den plötzlichen Weggang. Denn der Fahrer selber habe nur einen Tag vorher erfahren, dass sich sein Gebiet verändert. „So sollte niemand mit jemandem umgehen“, kritisiert sie.

Olchinger setzen sich für ihren Paketfahrer ein: Hermes macht wenig Hoffnung

Dass der Paketfahrer Olching verlassen musste hat sich auf Facebook schnell herumgesprochen. In über 100 Kommentaren schwärmen Olchinger von ihm und wünschen sich, dass er zurückkehren kann.

Doch bei Hermes sieht man dazu keine Möglichkeit. „Aufgrund von Umstrukturierungen im Hermes-Netzwerk ist der Servicepartner und damit auch der besagte Zusteller ab sofort im Augsburger Raum tätig“, heißt es auf Tagblattanfrage. Und weiter: „Daher gibt es derzeit keine Möglichkeit, den Zusteller zurück nach Olching zu holen.“ Der Paketfahrer selber will sich zu seiner Versetzung gegenüber dem Tagblatt nicht äußern. (Susanne Schwind)

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