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Evakuierungskonzept 

Grundschule: Wenn’s brennt, wird’s eng

Mehr als 500 Kinder müssen im Brandfall schnell aus der Grundschule Olching evakuiert werden. Die Stadt legt in Sachen Evakuierungskonzept weniger Tempo an den Tag. Schulreferent Maximilian Gigl ist sauer.

OlchingDie Stadt hat seit Februar 2016 das Evakuierungskonzept vor sich hergeschoben. Dies stellte Maximilian Gigl (CSU), als Referent unter anderem für die örtlichen Schulen zuständig, in seinem Tätigkeitsbericht fest. Dieser wird von allen Referenten abgefasst und den zuständigen Ausschüssen zur Kenntnis gebracht.

Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung sei problematisch gewesen. „Beschlüsse wurden nicht zeitnah ausgeführt und nach meinem Eindruck solange aufgeschoben, bis alle Beteiligten frustriert aufgegeben haben“, stellte Stadtrat Gigl in seinem Bericht fest. So sei erst vor Kurzem entschieden worden, die Martinstraße im Ernstfall von zwei Seiten per Schranken für den öffentlichen Verkehr abzusperren, damit die Feuerwehr und Rettungskräfte ungehindert arbeiten können. Bis spätestens zum Schuljahresbeginn 2017/18 soll diese Maßnahme laut Gigl abgeschlossen sein.

Maßnahme schon lange beschlossen

Was ihn allerdings immer noch ärgert ist, dass die Sicherungsmaßnahme bereits seit über einem Jahr beschlossen worden war. Auch seien bereits Mittel in den Haushalt eingestellt worden. „Wie in der Zeit auch mit der Schulleitung umgegangen wurde, ist schon verwunderlich“, stellte Gigl außerdem fest.

Von Seiten der Schule wird das Evakuierungskonzept nun als stimmig bezeichnet. „Zweimal im Jahr sind auch Übungen vorgeschrieben und werden durchgeführt. Zusätzlich proben die Lehrer mit den Klassen das richtige Verhalten im Brandfall“, berichtet Rektorin Lisa Krause. Durch die Feuerwehr erfahre man dabei große Unterstützung.

Das ändert allerdings nichts daran, dass es an der Martinstraße eng werden würde. Referent Gigl mag sich das Szenario, dass gerade zu den Bring- und Holzeiten ein Ernstfall entsteht, gar nicht vorstellen. „Dann könnten sich Feuerwehr, Eltern und Kinder in die Quere kommen.“ Erschwerend kommt aus Gigls Sicht hinzu, dass Eltern Halteverbote und Anfahrtszonen für Einsatzkräfte missachten. Daher zieht er in Betracht, dass man durchaus Übungen zu den Stoßzeiten ansetzen könne, um das Bewusstsein bei den Eltern zu schärfen.

Allerdings verweist Rektorin Krause an dieser Stelle auf die beengten Verhältnisse an der Martinstraße. „Die Lage der Grundschule und die hohe Schülerzahl führen dazu, dass die Verkehrssituation zu Bring- und Holzeiten bisweilen angespannt ist. Es gibt wenig Möglichkeiten für Eltern dieser Situation auszuweichen“, erklärte sie auf Nachfrage des Tagblatts.

Keine Probleme bei anderen Schulen

Weniger Sorgen macht sich Schulreferent Maximilian Gigl um die anderen Schulen. An der Mittelschule sehe er kein Problem, an den Grundschulen in Esting und Graßlfing sei die Sicherheitsfrage entspannt. (hk)

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