Durften mit ihren Familien warten: Die Abiturienten bei der Zeugnisübergabe im Olchinger Gymnasium. 	Foto: weber
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Durften mit ihren Familien warten: Die Abiturienten bei der Zeugnisübergabe im Olchinger Gymnasium.

Abi-Feier

Gymnasium Olching: Am sicheren Ufer nach rauen Zeiten in der Oberstufe

Für eine witzige Anekdote bei der Zeugnisübergabe sorgte Abiturient Maximilian Pelzl. Er erinnerte sich an die Zeit, als er gerade neu ans Gymnasium gekommen war. „Ich habe es groß und verwirrend gefunden“, sagte er. Und so manches Rätsel sei niemals gelöst worden. „Ich weiß bis heute nicht, wo sich Raum 113 befindet.“

Olching – Der Absolvent nahm kein Blatt vor den Mund. Homeschooling in Corona-Zeiten hätte schon etwas für sich gehabt. So konnte der Unterricht aus dem Bett heraus verfolgt werden. Aber dann wurde es doch noch ernster und es gab ein großes Lob für die Lehrer: „Trotz der Umstände haben sie es geschafft, uns etwas beizubringen.“ Die Schule sei digital fit, sollte die nächste Pandemie kommen. Corona sei ein „Technik-Boot-Camp“ für die Lehrer, erklärte Pelzl.

Raue Zeiten liegen hinter der Schulfamilie. Direktor Rene Horak nutzte seine Abiturrede, um auf die vergangenen acht (bei manchen neun) Jahre zurückzublicken. Er verglich das für die Schüler abgelaufene Schuljahr, das von der Corona-Pandemie bestimmt war, mit einer Seefahrt. „Wir hatten selten festen Boden unter den Füßen“, sagte er. Das Gymnasium wurde in seiner Rede zu einem Schiff und die Schüler zu Matrosen.

Froh und glücklich war Horak, dass alle 78 angetretenen Abiturienten das Abitur erfolgreich bestanden haben, drei von ihnen sogar mit „der Traumnote 1,0 und 31 mit einer Eins vor dem Komma.

Passend dazu betonte Landrat Thomas Karmasin in seinem per Videobotschaft eingespielten Grußwort, dass die diesjährige Abiturprüfung keine Notprüfung, sondern „auf dem vergleichbaren Niveau wie immer“ war.

Dritte Bürgermeisterin Ingrid Jaschke war in das Gymnasium gekommen, um den Abiturienten im Namen der Stadt zu gratulieren. Sie wünschte den jungen Damen und Herren, dass sie ihren Lebensweg unbeirrt weitergehen und sich nicht von äußeren Umständen abbringen lassen.

Direktor Horak hatte ebenfalls noch gute Ratschläge parat. Er riet den scheidenden Schülern, ihrer Neugier zu folgen. „Neugier ist die Grundlage der Wissenschaft“, sagte er. Und: „Mut tut gut.“ Vize-Schulleiterin Sabine Ratberger fasste es so zusammen: „Die Zeiten verändern sich, und wir uns mit ihnen.“ sus

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