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Dank der Eigeninitiative von Ingrid Konsorski (r.) gibt es an einer beliebten Gassigeh-Strecke nahe des Golfplatzes einen Mülleimer für die Hinterlassenschaften der Vierbeiner. Angela Schw ender nutzt ihn regelmäßig.

Rentnerin stellt Behälter auf

Endlich Eimer für Hundetütchen

Über liegengelassene Hundekotbeutel in Olching hat sich Ingrid Konsorski oft schon geärgert. Nun sie ist selbst aktiv geworden und hat Mülleimer aufgehängt. 

Olching – Die Rentnerin wohnt in der Nähe der Feursstraße. Bis vor kurzem hatte sie noch selbst einen Hund: die Westhighland-Terrierhündin Butterfly. Mit dieser ging sie oft Gassi in den Amperauen am Golfplatz entlang. Immer wieder entdeckte sie am Wegesrand achtlos entsorgte Kotbeutel anderer Hundebesitzer. Das ärgerte sie. „Denn das bringt schließlich alle Hundehalter in Misskredit“, sagt die 76-Jährige.

Seit dem Tod ihrer Butterfly im Sommer führt sie regelmäßig einen anderen Hund aus. Und irgendwann hat es ihr gereicht mit den Tütchen, die die Natur verschandeln. Sie hat die Sache selbst in die Hand genommen – und an der stark frequentierten Gassigeh-Strecke einen Mülleimer für die Beutel aufgestellt.

Der kleine schwarze Eimer ist mit Draht an einem Schild, welches das Gebiet als Landschaftsschutzgebiet ausweist, festgemacht. Und Ingrid Konsorski beließ es nicht dabei, nur einen Abfalleimer aufzustellen: „Ich leere den Mülleimer auch regelmäßig alle paar Tage aus“, erzählt die 76-Jährige. Das Angebot wird offensichtlich angenommen.

„Ich habe den Eimer schon oft benutzt.“

Bevor sie selbst aktiv wurde, fragte sie in der Stadtverwaltung nach, wie sie erzählt. Ob nicht die Möglichkeit bestünde an dem Spazierweg eine Hundestation oder wenigstens einen Abfalleimer zu installieren, wollte sie wissen. „Aber irgendwie kam ich nie zum richtigen Sachbearbeiter durch, fühlte mich nicht ernst genommen“, sagt die Rentnerin. Und auch als sie einen Gemeindemitarbeiter auf das Problem angesprochen habe, habe dieser nur mit den Schultern gezuckt, so die Hundeliebhaberin.

Bei den Spaziergängern, die rund um die Feursstraße wohnen und die sich regelmäßig mit ihren Vierbeinern in Richtung Amperauen aufmachen, kommt der private Mülleimer für die Hinterlassenschaften richtig gut an. So auch bei Angela Schwendner, die hier oft mit ihrem Jack-Russel-Terrier Dusty Gassi geht. „Ich habe den Eimer schon ganz oft benutzt, und ich finde es ganz toll, dass der hier aufgestellt wurde“, sagt sie. Ingrid Konsorski lächelt derweil und und freut sich. Über liegengelassene Hundekotbeutel muss sie sich kaum noch ärgern – zumindest nicht an dieser Stelle.

von Angi Kiener

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