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Hauptstraße Ecke Bahnhofstraße: Die Kreuzung ist eine zentrale Stelle in der Planung zur Neugestaltung der Paulusgrube. Das eingeblockte kleine Foto zeigt den Bereich im Ist-Zustand, die Skizze die Lage im Bebauungsplan.

Neues Stadtzentrum

Jahrhundertprojekt Paulusgrube

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Die Paulusgrube soll Olchings neues Stadtzentrum werden. Die Planungen dafür laufen seit Jahren. Nun hat der Stadtentwicklungsausschuss einen Vorentwurf gebilligt.

Olching – Die Neugestaltung der Paulusgrube – das riesige Areal zwischen Mühlbach und Blumenstraße – wird immer konkreter. Die Stadt hat nun den nächsten Schritt auf dem Weg zum neuen Olchinger Zentrum gemacht. Der Stadtentwicklungsausschuss billigte den Vorentwurf und Bebauungsplan. Der Stadtrat muss nun in seiner kommenden Sitzung am 11. Mai darüber entscheiden. Anschließend können die Pläne öffentlich ausgelegt werden. Eine Bürgerversammlung zum Thema findet am 19. Juni statt.

Es ist das wohl größte Bauprojekt der kommenden Jahrzehnte in Olching. Vor fast vier Jahren hat die Stadt den Rahmenplan beschlossen. Das Ziel ist, den Bereich entlang der S-Bahn-Gleise zu beleben. Es sollen Wohnhäuser, Geschäfte und Grünflächen entstehen. Die Prunkstücke sind ein Turm am Zugang zur S-Bahn, ein Einkaufszentrum und eine Fußgängerbrücke, welche die Bahnmeisterei mit dem Bahnhofsgegend verbindet. Hinzukommen eine Tiefgarage für Autos und Fahrräder und ein Busbahnhof. Bürgermeister Andreas Magg (SPD) sagte in der Ausschusssitzung, er wolle zwar den Ausdruck „Jahrhundertprojekt“ vermeiden, doch die Paulusgrube sei schon „sehr zentral für die Stadt“.

Mitarbeiter der Verwaltung haben zuletzt mit Verkehrs- und ÖPNV-Planern über das städtebauliche Konzept diskutiert. Magg berichtete von „sehr sehr intensiven Gesprächen“. Das Ergebnis: Der Busbahnhof, der ursprünglich auf dem Gelände der ehemaligen Bahnmeisterei vorgesehen war, wird auf die Bahnhofseite verlegte. Die Busse sollen von der Haupt- auf die Bahnhofstraße einbiegen, dann eine Schleife um das neue Gelände fahren und direkt neben dem Zugang zu S-Bahn halten. Anschließend fahren sie wieder auf die Hauptstraße. Architekt Stefan Strohmayr berichtete, dass insbesondere ÖPNV-Planer auf diese Änderung gedrängt hätten. Schließlich wären bei der alten Planung möglicherweise viele Menschen über die Hauptstraße gelaufen.

Verkehrsreferent Hans Bieniek (CSU) befürchtet, dass es an dieser Stelle verkehrstechnisch „kritisch“ wird. „Die Kreuzung wird eine Herausforderung.“ Hintergrund ist: Auch Autofahrer müssen an der Kreuzung abbiegen, um in die Tiefgarage zu fahren.

Ähnlich wie die Busse können die Autos darin eine Schleife drehen. Es ist ein so genannter Kiss-and-Ride-Verkehr vorgesehen. Das heißt: Will man jemanden nur kurz zur S-Bahn bringen oder von dort abholen, ist die Fahrt in die Tiefgarage kostenlos. Kurz hinter der Ausfahrt treffen Autos und Busse aufeinander und biegen abschließend wieder auf die Hauptstraße ab. Man brauche hier eine „intelligente Ampelschaltung“, sagte Magg.

Für Diskussionen sorgte diese Stelle unter der Landschaftsbrücke auch in ganz anderer Hinsicht. CSU-Fraktionschef Tomas Bauer meinte, der Platz vor der Unterführung könnte ziemlich trist werden. Er befürchte, dass zu wenig Sonne durchkomme und die grauen Beton-Wände mit Graffiti übersprüht werden. Die Rede war vom „Negativ-Beispiel Donnersberger Brücke in München. „Die Unterführung muss ins Positive gewandt werden“, sagte Strohmayr. Er verwies aber darauf, dass an der Stelle ständig viele Menschen vorbeikommen werden. Aus diesem Grund könne er sich hier ein Steh-Café sehr gut vorstellen.

Alle Fraktionen gleichwohl begrüßten den Entwurf, den Architekt Strohmayr visualisiert darstellte. Maria Hartl (CSU) sagte: „Die Planung ist ein Traum. Es ist längst überfällig, dass es sich etwas tut.“

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